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Zum 16. Mal in Friedrichstadt : Kulturnacht mit Versteigerung

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Während der 16. Friedrichstädter Kulturnacht schuf Thomas Freund eine Ölbild mit dem Titel „Abendbrot“. Es wurde amerikanisch versteigert, der Erlös ist für die Jugendstiftung bestimmt.

„Ja, die Krähen krächzen auch nachts.“ Eine Feststellung, die die vielen Besucher anlässlich der Friedrichstädter Kulturnacht mitnehmen durften. Aber wahrscheinlich waren die Vögel genauso aufgeregt, wie die vielen Besucher, die sich dort zu schummriger Stunde durch die winkeligen Gassen bewegten. Bis Mitternacht dauerte die zum 16. Mal stattfindende Kulturnacht an. Mit einen Angebot, dass garantiert jedem Besucher etwas bot. Angefangen in der Kultur- und Gedenkstätte Ehemalige Synagoge, in der Bürgermeister Eggert Vogt die Kulturnacht eröffnete – musikalisch begleitet vom Kinderkonzert. Innerhalb des dann gebotenen „Dylan-Cafes“ erfolgte „eine Annäherung an das Idol Bob Dylan von und mit Stefan Hufschmidt.

Um Bücher drehte sich alles im Museum „Alte Münze“. Nicht nur der Flyer mit Mond und Sternen, den die Teilnehmer nach einmaliger Zahlung von fünf Euro erhielten, war ansprechend gemacht – auch die teilnehmenden Institutionen hatten sich viel Mühe gegeben. Langes Suchen entfiel. Bereits draußen auf dem Fußweg wurde per Hinweisflagge signalisiert: Wir nehmen teil. Im Tischlereimuseum herrschte „Betrieb von oben bis unten“. Im Erdgeschoss staunten Besucher über die Vorführungen, im Obergeschoss über die ausgestellten Bilder der Malerin Andrea Lorenz aus Düsseldorf. Auf Leinwand und Holz war das Thema „Menschsein in allen Dimensionen des Seins – und die Erkenntnis, dass wir mehr sind als unser Körper“. Begeistert war auch Katharina Kieselbach. Die 29-jährige Enkelin des Tischlereimuseum-Inhabers Jacob Hansen hatte an der Kulturnacht 2007 selbst mit ihrer ersten Fotoausstellung teilgenommen. Und auch dies gab es wieder im Tischlereimuseum: Kaffee und Kuchen für die Gäste.

Reger Betrieb ein Stückchen weiter in der Fußgängerzone. Am beleuchteten großen Stand des „WFF“ „Wir Für Friedrichstadt“ – „Interessengemeinschaft Friedrichstädter Innenstadt“ gab es heiße Waffeln in allen Variationen und natürlich Kaffee. „Wir haben etliche Rezepte ausprobiert und dann ein Probe-Essen veranstaltet“, verriet Gesche Krause, die mit Karin Labusch-Freund, Laura Freund und Mats Blümke hinterm Tresen stand. Nebenbei: Süß rangierte bei den Waffeln noch um Längen vor der Käse-Variante.

Am Ende der Fußgängerzone – im Fünfgiebelhaus – hatte der bekannte Friedrichstädter Maler Thomas Freund sein Quartier bezogen. Im Beisein vieler Zuschauer fertigte er vor Ort als Ölmalerei mit Spachtel bestrichen sein Werk „Abendbrot“. Das Bild gelangte in der Töpferei von Doreen und Jan Stümpel ab 22.30 Uhr zur Auktion. Versteigerer Jan Stümpel gestaltete die halbstündige amerikanische Variante mit viel Spannung und humorvollen Worten. In Stufen von jeweils fünf Euro ging es stetig bergan. 38 mal wurde geboten – und häufig erst in allerletzter Sekunde, als es bereits hieß, „zum Ersten, zum Zweiten und zum Dr ...“!

Um 23 Uhr hatte es die Friedrichstädterin Katja Clasen geschafft und nahm das Bild unter Beifall entgegen. Die gesamte Versteigerung verfolgte einen guten Zweck – und die 190 Euro Erlös kommen der Stiftung Friedrichstädter Jugendarbeit zugute.

Die freudige Abschlussbilanz des bekannten Malers, die sich auf die Versteigerung bezog, könnte stellvertretend für diese gesamte 16. Kulturnacht gelten: „Toll, dass hier alle so begeistert mitgemacht haben.“ 16 Einrichtungen nahmen an der 16. Friedrichstädter Kulturnacht teil. Und natürlich viele begeisterte Besucher.

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