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Husumer Nachrichten

24. August 2017 | 05:23 Uhr

Aufatmen in Husum : Kulturnacht ist gerettet

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

2014 gab es keine Kulturnacht, weil der Tourismus-Zentrale der Aufwand zu groß geworden ist. Künftig übernimmt ein eigens zu diesem Zweck gegründeter Verein die Organisation.

„Mausetot“ war die Kulturnacht nach den Worten von Uwe Haupenthal. Nun wird dem „einzigartigen Erfolgsmodell, das sich entgegen meiner Erwartung zwölf Jahre lang gehalten hat“, wieder Leben eingehaucht. Diese frohe Botschaft konnte der Geschäftsführer des Museumsverbundes jetzt dem Ausschuss für Schule, Kultur und Sport überbringen. Haupenthal stellte im Rathaus das entsprechende Konzept vor: Danach laufen die organisatorischen Fäden in Zukunft beim eigens zu diesem Zweck gegründeten Verein Husumer KulturNacht zusammen. „Damit haben wir für die nächsten Jahre eine belastbare Plattform“, konstatierte Haupenthal.

Zur Erinnerung: Bis 2013 stellte den repräsentativen Querschnitt durch das üppige kulturelle Angebot der Stadt die Tourismus- und Stadtmarketing-Gesellschaft zusammen. Die von Jutta Albert geführte TSMH hatte diese Aufgabe 2006 vom Museumsverbund Nordfriesland übernommen, zog aber die Reißleine – Tenor: Zu viel Arbeit, die überdies nicht zum Kerngeschäft gehört. Was tun, sprach Zeus, respektive Haupenthal. Denn der Museums-Boss gehörte mittlerweile zu den Kulturnacht-Fans, die diese Entwicklung ausdrücklich bedauerten. Kein Wunder: „Das Nissenhaus ist mit drei Anlaufstellen der größte Player und war im vergangenen Jahr mit dem Jazz-Orchester und der Burlesque-Show sehr erfolgreich.“

Also ergriff Haupenthal mit Kollegen die Initiative – auf dass ein Kulturnacht-loses Jahr wie 2014 die Ausnahme bleibe. Es wurden zwei Sitzungen abgehalten, an deren Ende der Beschluss stand, eine Arbeitsgemeinschaft zu gründen. „Wir brauchen bewährte Strukturen und haben darauf gedrängt, die Organisation der Kulturnacht ans Nissenhaus anzugliedern“, erklärte Haupenthal den Ausschuss-Mitgliedern. Er selbst fungiert in dem neuen Verein als erster Vorsitzender, sein Stellvertreter ist Wolfgang Claussen. Schatzmeister Hartmut Thomsen und Franziska Horschig als Schriftführerin komplettieren den Vorstand. Daneben hätten sich zwei bis drei weitere Mitarbeiter bereit erklärt, die Kulturnacht wieder mit Leben zu füllen. „Insgesamt sind wir gut aufgestellt“, sagte Haupenthal und wies darauf hin, dass der Verein bis dato zwölf Mitglieder zähle: „Außer der einmaligen Aufnahmegebühr in Höhe von 20 Euro erheben wir keine Beiträge – uns geht es um die Strukur!“

Erst einmal kann man von den 2500 Euro zehren, die bei der TSMH zu diesem Zweck als Rücklage gebildet worden sind. „Und Peter Cohrs hat uns spontan 500 Euro überwiesen“, erzählte Haupenthal erfreut. Zwischen 8000 und 9000 Euro würden für eine Kulturnacht fällig werden – je nachdem, was man daraus mache: „Eine Burlesque-Tänzerin tritt nun mal nicht umsonst auf!“

Zur Neuausrichtung gehöre im Wesentlichen eine Konzentration auf die Innenstadt – „Nordsee-Congress-Centrum und Galerie Lüth sind nicht mehr dabei, so dass wir keinen Shuttle-Bus mehr benötigen.“ Außerdem sei geplant, das Event von den Sommerferien in die Schulzeit zu verlegen. Aus gutem Grund, wie Haupenthal erklärte: „Untersuchungen haben ergeben, dass überwiegend Husumer und Leute aus dem Umland das Angebot der Kulturnacht nutzen.“

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erstellt am 20.Sep.2014 | 18:00 Uhr

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