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Trubel in St. Peter-Ording : Kulturhimmel mit Sonnenschein

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die zehnte Veranstaltung dieser Art und bestes Frühlingswetter sorgten für zahlreiche Besucher auf der Erlebnispromenade von St. Peter-Ording. Gäste, Akteure und die Mitarbeiter der Tourismus-Zentrale waren zufrieden.

Nicht nur die Sonne lockte am Himmelfahrtstag viele Menschen auf die Erlebnispromenade von St. Peter-Ording. Auch der mittlerweile zehnte Kulturhimmel rund um das Dünenhus war ein Anziehungspunkt. In bewährter Manier hatte das Team der Tourismus-Zentrale ein kunterbuntes Programm rund um die kulturellen, kulinarischen und historischen Schätze der Halbinsel Eiderstedt auf die Beine gestellt. Verschiedene Einrichtungen um die Themen Kunst, Kultur, Freizeit, Tourismus, Natur und Gastronomie präsentierten sich den Gästen.

„Wir haben diesmal extra die Sonne bestellt. Im vergangenen Jahr hatten wir ja nicht so viel Glück“, so die stellvertretende Tourismus-Direktorin Constanze Höfinghoff zufrieden. Gut gelaunt sorgte in gewohnt lockerer und mitreißender Manier der Gardinger Liedermacher und Kneipenwirt Rainer Martens für den musikalischen Auftakt. Rasch ließen sich immer mehr Zuhörer auf den Bänken vor der Open-Air-Bühne nieder. Sie hatten sichtlich Spaß an den aus dem prallen Leben stammenden Texten der plattdeutschen Lieder. Vor allem sorgten die zuweilen oft eigenwilligen Übersetzungen des Entertainers in die hochdeutsche Sprache für Lachsalven. Mindestens genauso viel Laune machten die Liedbeiträge der Herren des Shanty-Chors „Die Strandräuber“. Locker und mit viel Wortwitz gepaart moderierte der Vorsitzende Ove Ketels, das einstündige Programm rund um die Welt der Seefahrt.

Unter das Publikum mischte sich auch Janina Domann aus der Veranstaltungsabteilung der Tourismus-Zentrale. Sie war es gewesen, die die Idee zur Umsetzung des Kulturhimmels vor einem Jahrzehnt hatte. Seitdem hält sie auch die Organisationsfäden in der Hand. „Den Begriff Himmel haben wir vom christlichen Feiertag Himmelfahrt abgeleitet. Wir wollten an diesem Tag kulturelle Akzente setzen“, sagt sie. Anfangs habe man die Kultur europäischer Länder im Fokus gehabt. Im vergangenen Jahr sei zum ersten Mal die Halbinsel Eiderstedt in den Mittelpunkt gerückt worden. Das Konzept sei aufgegangen und setze sich nun fort. „Wir haben festgestellt, dass die Menschen wissen wollen, was hier passiert und auch die angebotenen Eiderstedter Spezialitäten sind begehrt“, so Domann.

„Tolle Veranstaltung. Für jeden ist was dabei“, fand Hannelore Heinsen aus Heide. Sie sei mit ihrer Familie für einen Kurztrip in das Nordsee-Heilbad gereist. Besonders die Kinder Nadja (13) und Marc (9) zogen die vielen Mitmach-Aktionen an. Im Zelt der Akteure des Mars-Skipper-Hofes aus Kotzenbüll unter der Leitung von Maren von der Heide konnten sie nach Herzenslust forschen, ausprobieren und erfahren, frei nach dem Motto „die Sinne entfalten lassen“. Jugendliche, die ein Freiwilliges ökologisches Jahr bei der Schutzstation Wattenmehr absolvieren, gaben an ihrem Stand Einblicke in Fauna und Flora. Wolfgang Förster-Hahn vom Nationalparkamt Wattenmeer erklärte, welche Tiere im Wattenmeer leben. Dirk Sann aus Schwedeneck bei Kiel versuchte sich mit seinen Kindern Emma und Tade am Modellieren von Sandskulpturen. Das ermöglichte Gunda Schütt aus Westerhever. Birgit Groth aus Garding bot das Ziehen von Kerzen an. Ihr persönlicher Wermutstropfen: Wegen des guten Wetters kamen nur wenige Gäste in das Dünenhus.

Ansonsten gaben die Ehrenamtler des Museums Landschaft Eiderstedt und der Arbeitsgemeinschaft Ortschronik Einsichten in das Eiderstedt von damals und heute. Eine kleine Ausstellung historischer Fotos ergänzte den Stand. Die Mitglieder des Fördervereins „Kunst und Kultur Eiderstedt“ sowie das Atelier „Malen nach Herzenslust“ stellten ausgesuchte Bilder aus. Gefragt waren auch die Mitarbeiter am gemeinsamen Stand der Partner der Lokalen Tourismusorganisation (LTO), dabei die Städte Friedrichstadt, Tönning und Garding. Und die musikalischen „Rausschmeißer“ waren die Musiker der Folkband „Speellüüd“.



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