Vorsicht im Straßenverkehr : Küstenschutz geht in die Eisen

Auch die Vollbremsung mit einem großen Gespann gehörte zu den Übungen, die die Mitarbeiter des LKN beim Fahrsicherheitstraining absolvierten.
1 von 2
Auch die Vollbremsung mit einem großen Gespann gehörte zu den Übungen, die die Mitarbeiter des LKN beim Fahrsicherheitstraining absolvierten.

20 Mitarbeiter des Landesbetriebs für Küstenschutz absolvieren ein Fahrsicherheitstraining beim ADAC-Motorclub Bredstedt, um sich besser auf kritische Straßensituationen vorzubereiten.

shz.de von
10. Mai 2018, 09:00 Uhr

Slalomfahrt und Vollbremsung: In der vergangenen Woche nahmen erstmals 20 Mitarbeiter des Landesbetriebes für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) auf dem ehemaligen BGS-Gelände in Bredstedt an einem Fahrsicherheitstraining für landwirtschaftliche Fahrzeuge teil. Mit 170 - 200 PS starken Schleppern, ausgestattet mit Anbaugerät und Anhängern, ging es auf dem ehemaligen BGS-Gelände für die praktischen Übungen schließlich „auf die Piste“.

Organisiert und begleitet hatte das Seminar der Vorsitzende des ADAC-Motorclubs Rund um den Stollberg, Ortsclub Bredstedt, Lorenz-Peter Volquardsen, der diese Trainings bereits seit vier Jahren organisiert.

„Der Kurs soll die Teilnehmer für kritische Situationen auf der Straße sensibilisieren. Die Gespanne werden stetig schneller, breiter, höher und schwerer. Gleichzeitig sind sie dank der komplexen Technik immer einfacher zu fahren. Dementsprechend steigt die Unfallgefahr“, erklärt der Fahrlehrer. Bei den Mitarbeitern des Küstenschutzes komme speziell hinzu, dass sie häufig mit Touristen zu tun hätten, die nicht wissen, dass ein Gefährt ausschwenkt, führte er weiter aus.

Zum Aufwärmen galt es für die LKN-Mitarbeiter zunächst, einen Slalom-Parcours abzufahren. Diese Aufgabe stellte für die erfahrenen Fahrer natürlich kein Problem dar. „Aber sich das Verhalten des Gespanns wieder einmal bewusst zu machen, ist schon interessant“, lautete hier der Kommentar der Gruppe. Anschließend standen Bremstests auf dem Programm. Dazu wies der Fahrlehrer Boy Paysen die Teilnehmer unter anderem an, eine Strecke mit 40 Stundenkilometern zu fahren und auf sein Zeichen eine Vollbremsung hinzulegen. Entschlossen gingen die Herren beim Signal voll in die Eisen. In einigen Fällen hoben die Räder der Trecker sogar ein wenig von der Straße ab. Auch das war für die Fachleute keine Überraschung – anders dagegen der Bremsweg, denn der fiel mit unter 16 Metern letztlich deutlich kürzer aus als erwartet.

Simuliert wurde außerdem die Perspektive, mit der ein Kind das Vorüberfahren eines Gespanns wahrnimmt. „Aus dieser Sicht wird einem die Verantwortung noch einmal sehr deutlich bewusst. Das bringt einen schon zum Nachdenken“, waren sich die Kollegen, die zwischen Nordstrand und Eiderstedt stationiert sind, einig. Deshalb schlossen sich am Ende des Trainingstages auch alle dem Urteil von Momme Hansen (LKN Lüttmoorsiel) an: „Ich wäre immer wieder dabei. Da kommt echt etwas rüber.“



zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen