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Ateliers geöffnet : Künstlern über die Schulter schauen

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Zum zweiten Mal in diesem Jahr fand der Tag des offenen Ateliers auf der Halbinsel Eiderstedt statt. Einen ganzen Tag lang konnten die Besucher den Künstlern bei deren Arbeit über die Schulter schauen.

shz.de von
erstellt am 02.Sep.2013 | 12:00 Uhr

Vom Besucheransturm her begann der Tag des Offenen Ateliers auf der Halbinsel Eiderstedt verhalten. Doch mit dem Durchbruch der Sonne gegen Mittag kamen die Gäste. Dem Kunstliebhaber und Fahrradwanderer Hans-Joachim Zeidler aus Hannover konnten die Regenschauer nicht abhalten, loszulegen. „Ich finde das eine tolle Chance, verschiedenen Künstlern bei der Arbeit zuzusehen“, erklärte er. Er startete am Alten Rathaus in Garding.fest. Dort sah er sich die aktuelle Ausstellung von Antoinette Mack an und verschaffte sich einen Überblick. „Ich fahre Richtung Osten und dann mal sehen, wie weit ich komme. Ich will unbedingt zum Bildhauer Frido Röhrs in Oldenswort und in das Atelier des Grafikers Manuel Knortz in Witzwort“, erklärte er.

Zum zweiten Mal in diesem Jahr hatten Eiderstedter Künstler und die Gruppe Kunstklima – 16 Mitglieder – ihre Ateliers und Galerien geöffnet. Veranstalter waren der Förderverein für Kunst und Kultur Eiderstedt sowie die Tourismuszentrale Eiderstedt. Die Bandbreite der Werke ging von der Malerei, über Fotografie, bis hin zur Druckgrafik, Skulptur und Weberei. Bei der Tönningerin Monika Rathlev kehrte der Hannoveraner als zweite Station auf seiner Tour ein, bevor er den Bogen in Richtung Oldenswort schlug. In ihrem Reetdachhaus hinter dem Eiderdeich zeigte sie neue und ältere Grafiken sowie eine Auswahl ihrer Zeichnungen. „Ich beschäftige mich neuerdings mit dem Zeichnen auf dem I-Pad. Da entstehen am Ende interessante Drucke“, erläuterte sie. Sie liebe die schlichte Darstellung karger Landschaften. Ihre Freundin, die Malerin und Galeristin Helga Hoppe – sie hat ihr Domizil im Herrengraben – zeigte sich zufrieden. „Ich mache zum ersten Mal bei der Aktion mit und hatte schöne Gespräche. Menschen die sonst gar nicht oder kaum Galerien besuchen, waren hier und sie zeigten sich sehr interessiert“, so ihr Statement. „Ich möchte dem Betrachter meine Erlebnisse auf engstem Raum vermitteln“, so die vor 22 Jahren aus Düsseldorf nach Eiderstedt verzogene Künstlerin. Auch die ungewöhnlichen Bilder von Urte Westphal-Kolb, die sie in ihrer Galerie „Auf Norwegen“ zeigte, waren Hingucker, nicht minder ihre Holzschnitte, wofür als Druckstock selbst gesammeltes Treibholz dient.

16 Gäste begrüßte Bildhauer Frido Röhrs bis zum späten Nachmittag in seiner Werkstatt in Oldenswort, schließlich auch den Kunstfreak aus dem Niedersächsischen. Es komme nicht auf die Anzahl an, sondern das Interesse und das sei intensiv gewesen. „Ich beschäftige mich seit meinem Ruhestand im Jahre 2000 mit Bildhauerei“, erzählte der Architekt und gelernte Maurer. Skulpturen hätten ihn immer interessiert, aber mehr fasziniere ihn der historische Stein. Ihm Leben und Einsicht für den Betrachter einzuhauchen, sei seine Herausforderung. Dabei stehe nicht der künstlerische, sondern der handwerkliche Aspekt im Vordergrund.

Weitere Anlaufpunkte waren: Nolte`s Atelier und Galerie Osterhever, Malerei Ursula Schultz-Spenner sowie Max Höppner in Tetenbüll, Galerie „Wasserkoog 25“, Karen Seggelke, Uelvesbüll, Fotografien Sibille Rehder sowie Sandreliefs Frauke Petersen in St. Peter-Ording, Handspinnerei Angelika Rölke, Poppenbüll, Karin Dreyer, Vollerwiek, Wolfgang Groß-Freytag, Welt. Info: www.kunstklima.com.




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