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Musiikweedstrid Friesensound 2017 : Künstler aus Nord- und Ostfriesland sowie von der Insel Helgoland im musikalischen Wettstreit

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Zum dritten Mal vereint der Musiikweedstrid Künstler von Nord- und Ostfriesland und von Helgoland.

von
erstellt am 13.Nov.2017 | 09:31 Uhr

Zu einem wahren Marathon wurde die Abschlussveranstaltung des Musiikweedstrid – Friesensound 2017 im Alten Heizwerk in Bredstedt. Wie der Titel schon versprach, sangen alle Interpreten in den verschiedensten friesischen Dialekten. Über fünf Stunden gaben die zwölf von einer Jury vorab benannten Finalisten Kostproben ihres Könnens, am Ende wurden einige Gruppen ausgezeichnet. Allen gleichermaßen war aber am Ende begeisterter Applaus in dem bis auf den letzten Platz besetzten Heizwerk sicher.

Selbst die, die des Friesischen nicht mächtig waren, kamen allein durch die musikalischen Leckerbissen voll auf ihre Kosten. Der Wettbewerb, organisiert vom Friesenrat Sektion Nord, findet bereits zum dritten Mal statt und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. So auch bei dem neuen Minderheiten-Beauftragen des Landes, Johannes Callsen. „Die Vorstellung des Friesischen in dieser musikalischen Form wird die Sprache am Leben halten, Sprache gehört zur Heimat und wahrt die Identität“, lobte er die Veranstaltung in seinem Grußwort.

Dann aber ging es musikalisch zur Sache. Musiker vom nordfriesischen Festland und den Inseln, von Helgoland und aus Ostfriesland zeigten, was sie so drauf haben. Da waren wahre Stimmwunder am Start. Aber auch die teils mittelalterlichen Instrumente wie Schäfergeige oder Bodrum beeindruckten die Zuhörer. Den Auftakt zu dem Musikmarathon machten Kinder- und Jugendchöre aus Husum und Risum-Lindholm. Es folgten Auftritte des Duos Noctiluca von der Insel Helgoland oder des Landfrauenchors Feer-Ladies von Föhr.

Mit Begeisterung wurden auch die A capella-Gruppe Voice Time oder Mattis Brodersen mit ihren Balladen oder die Formation Kalüün von Föhr empfangen. In ihren mittelalterlichen Gewändern, mit historischen Instrumenten und ihrer keltisch angehauchten Musik sorgte Wortsatia aus Ostfriesland nicht nur für einen echten Hingucker, sondern auch für einen besonderen Ohrenschmaus.

Insgesamt erlebten die Besucher einen bunten Mix der Stilrichtungen – von zart bis hart. Den Schlussakkord setzten die Hardrocker Bruna Skelde aus Ostfriesland. Sie erhielten auch den Sonderpreis als beste Newcomer. Weitere Preise gingen an die Gruppen Kalüün und Voice Time sowie an Mattis Brodersen und Levke Schulz.

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