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Künftige Nutzung der Kaserne in Seeth ist wieder ein Thema

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Ehemalige Stapelholmer Kaserne in Seeth soll nicht ausschließlich Landes-Unterkunft bleiben

Mit dem Förderbescheid des Landes über 350  000 Euro, der im Februar des vergangenen Jahres überreicht wurde, ist die Arbeit des Konversionsmanagements für die ehemalige Bundeswehrkaserne in Seeth noch bis in das nächste Jahr hinein gesichert. Waren die Planer für eine Nachnutzung der Kaserne zu diesem Zeitpunkt noch sehr optimistisch und sicher, dass bereits im Sommer 2015 die ersten Nachnutzer die Stapelholmer-Kaserne in Besitz nehmen werden, mussten die Pläne wegen der aktuellen Situation – der Flüchtlingswelle – wieder in der Schublade verschwinden. Seit Mitte vergangenen Jahres ist die Stapelholmer Kaserne eine Erstaufnahme-Einrichtung, seit Anfang dieses Jahres eine Landesunterkunft, da anders als anfänglich geplant, das Bundesamt für Migration nicht dort eingezogen ist.

Doch vier Jahre ehrenamtlicher Arbeit zum Thema Konversion sollten nicht einfach in den Wind geschrieben werden. Daher fand nun am Montag eine vertrauliche Sitzung mit Vertretern der Gemeinde, des Amtes, des Kreises, der Landesplanung, des Innenministeriums und möglicher Interessenten in Kiel statt.

Ralf Heßmann, Vorsteher des Amtes Nordsee-Treene, schilderte seine Eindrücke so: „So etwas Positives, so etwas Konstruktives, habe ich bislang noch nicht erlebt. Ich blicke optimistisch in die Zukunft.“ Details durfte der Vorsteher nicht nennen, denn Interessenten für eine Nachnutzung der Kaserne, bei gleichzeitiger Nutzung als Landes-Unterkunft, müssten wegen der Größe des Objektes europaweit ausgeschrieben werden. Auch planerische Details seien noch nicht soweit fortgeschritten, als dass sie in der Öffentlichkeit präsentiert werden könnten.

Immerhin, das Kasernengelände in Seeth umfasst rund 42 Hektar, von denen nur etwas mehr als die Hälfte für die Flüchtlingsunterkunft genutzt wird. Die Runde im Kieler Innenministerium konnte bei ihren Gesprächen auch auf eine so genannte Potenzialanalyse zurückgreifen, die für rund 50  000 Euro erstellt worden war. Sie zeigt die Möglichkeiten des Kasernenareals auf und hilft den Interessenten, von denen es im Februar vergangenen Jahres zehn gab, sich genauestens zu informieren.

Auch der Seether Bürgermeister Peter-Wilhelm Dirks nahm an der vertraulichen Sitzung in Kiel teil. Er blickt nun optimistisch in die Zukunft. Der Gemeinde-Chef hatte auch Fragen zur Feuerwehr-Situation im Gepäck, denn der Feuerwehrbedarfsplan der Gemeinde Seeth wird durch die Einrichtung der Landes-Aufnahme nicht mehr erfüllt. Unter anderem reichen die beiden Fahrzeuge nicht mehr aus. Die Freiwillige Feuerwehr war bislang für die 600-Seelen-Gemeinde zuständig, muss nun aber auch die maximal 2000 Flüchtlinge sichern können. Details dazu seien aber nicht erörtert worden, doch ihm die richtigen Ansprechpartner genannt worden, so Dirks. „Ich bin positiv gestimmt zurückgekehrt.“ Der Bürgermeister gehörte zu den Kritikern, die befürchtet hatten, dass ihre vierjährige ehrenamtliche Arbeit für eine Nachnutzung der Kaserne vergeblich war. „Nun bin ich optimistisch.“

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erstellt am 02.Mär.2016 | 12:46 Uhr

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