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Begegnungsstätte in Bredstedt : Kümmerer setzen sich für Senioren ein

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

In der Begegnungsstätte Tondern-Treff in Bredstedt wohnen 24 Bewohner. In Kürze wird in der Einrichtung ein Tag der offenen Tür veranstaltet. Schon seit der Eröffnung herrscht dort reges Treiben.

Die Anfang Januar in Betrieb genommene Begegnungsstätte Tondern-Treff im Herzen von Bredstedt soll in Kürze mit einem Tag der offenen Tür der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Doch schon jetzt herrscht reges Treiben im Erdgeschoss der Osterstraße 28. Für die 24 Bewohner im Tondern-Stift sind die an ihre eigenen Wohnungen grenzenden Räume bereits so etwas wie ein erweitertes Wohnzimmer geworden. Seit ihrem Einzug im Juni können sie sich dort treffen, zum Klönschnack, zum Spielen oder auch für Geburtstagsfeiern. Regelmäßig kommen Spiele und Karten auf den Tisch, einmal im Monat wird sogar gemeinsam gefrühstückt. Wichtig ist allen die Möglichkeit, „schnell mal zu schnacken“. Doch die tägliche Begegnung ist nicht nur für die Bewohner des Seniorenstifts wichtig, sondern auch für alle anderen älteren Bürger der Stadt und in den umliegenden Ortschaften. An sie richten sich alle jetzigen und künftigen Angebote des Tondern-Treffs.

Koordiniert wird das Geschehen im Treffpunkt von Dörte Stöber und Ute Petersen. Als Ansprechpartnerinnen sind sie montags bis freitags von 9 bis 11 Uhr vor Ort, besuchen aber auch eine ganze Reihe von Seniorenveranstaltungen im Umland: „Eine Veranstaltung pro Dorf und Monat haben wir uns zum Ziel gesetzt“, formulieren die beiden Koordinatorinnen ihr Vorhaben. Wichtig ist ihnen, dass alle vor Ort bereits bestehenden Angebote erhalten bleiben und nach Möglichkeit sogar durch die Vermittlung von Neuzugängen belebt werden. „Wir wollen nicht noch einmal anbieten, was es schon gibt“, betont Ute Petersen. Vielmehr soll der Tondern-Treff als Ort verstanden werden, an dem sich Gleichgesinnte für gemeinsame Interessen und Unternehmungen finden, wo sie aber auch konkrete Hilfe und Unterstützung finden. „Selbst schlichte Langeweile kann durchaus ein Grund sein, uns einen Besuch abzustatten“, sagt Dörte Stöber.

„Vertrauen geht nur über persönliches Kennenlernen“, meint auch Bredstedts Bürgermeister Knut Jessen. Die Stadt ist im Rahmen der kommunalen Daseinsvorsorge Träger der Einrichtung. Er ist begeistert von dieser neuartigen Form der Anlauf- und Beratungsstelle: „Mit Ute Petersen und Dörte Stöber haben wir zwei Mitarbeiterinnen gefunden, die auf ein gut funktionierendes Netzwerk zurückgreifen können und daher bestens in der Lage sind, sich um die Belebung des Treffs und um die Belange der Besucher zu kümmern“, sagt das Stadt-Oberhaupt.

Und tatsächlich bringt Ute Petersen viel Erfahrung aus der Seniorenarbeit mit, denn in den vergangenen zwei Jahren war sie in Bredstedt, Breklum und Struckum im Rahmen der Allianz für Demenz tätig. Sie sieht ihre Aufgabe auch dort, wo früher die Gemeindeschwester erste Ansprechpartnerin war: „Ich möchte gemeinsam mit den Senioren anstehende Probleme lösen.“ Die zweite Koordinatorin ist vielen noch unter dem Namen Dörte Jakobsen bekannt. Aus ihrer Tätigkeit bei der Sparkasse bringt Dörte Stöber viel Fingerspitzengefühl in der Beratung der Bürger mit, sie hat Erfahrung in der Öffentlichkeitsarbeit und ist ausgesprochen versiert in der Organisation von Veranstaltungen. „Ich freue mich darauf, diese Kenntnisse nun in einem ganz neuen Bereich einsetzen zu können und wünsche mir, dass bald jeder Senior weiß, wo er uns findet und dass wir uns um seine Belange kümmern. Kommen Sie doch einfach mal vorbei“, lädt sie alle über 60-Jährigen in den Tondern-Treff ein.

Gemeinsam wollen die beiden Frauen mit Aushängen in den Fenstern des Treffpunkts und bald auch im Internet unter www.tonderntreff.de über Veranstaltungen in der Region informieren, die sich insbesondere an Senioren richten, und ihr Netzwerk stetig erweitern. In den eigenen Räumen sollen – idealerweise in Zusammenarbeit mit Vereinen und Verbänden – interessante Vorträge abgehalten werden und dann ist auch noch eine Fragebogen-Aktion geplant, um die aktuellen Wünsche und Bedürfnisse der Senioren in Erfahrung zu bringen, das Angebot darauf abzustimmen und ehrenamtliche Helfer um sich zu sammeln.

Als Modellprojekt der Aktiv-Region Nordfriesland Nord werden die Koordinatorinnen im Tondern-Treff für die nächsten drei Jahre mit EU-Mitteln in Höhe von 50.000 Euro gefördert. Für Regionalmanagerin Carla Kresel ist die Einrichtung ein Herzensprojekt: „Ein Ziel der Aktiv-Region ist, die Daseinsvorsorge in einer älter werdenden Gesellschaft zu verbessern. Dafür ist dieses Projekt ein wichtiger Beitrag, weil es ältere Menschen unterstützt, selbstbestimmt und gut versorgt so lange wie möglich zu Hause wohnen zu können.“


Tondern-Treff, Osterstraße 28, Bredstedt, Telefon 04671/9432696, E-Mail an tonderntreff@gmx.de




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