Flugabwehrraketengeschwader 1 : Kuebart geht – Noeske kommt

Michael Gschoßmann  bei der Kommandoübergabe von Arnt Kuebart (r.) an Andreas Noeske (l.).
Michael Gschoßmann bei der Kommandoübergabe von Arnt Kuebart (r.) an Andreas Noeske (l.).

Bei einem Appell im Schlosshof wurde der Wachwechsel an der Spitze des Flugabwehrraketengeschwaders 1 besiegelt.

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03. August 2018, 14:00 Uhr

Mit einem Appell im Schlosshof wurde gestern der bisherige Kommodore des Flugabwehrraketengeschwaders 1 (FlaRakG 1), Oberst Arnt Kuebart, feierlich verabschiedet. Zu seinem Nachfolger wurde Oberst Andreas Noeske bestimmt. Für Kuebart sei es zwar eine verhältnismäßig kurze Zeit gewesen, räumte der Kommandeur der Bodengebundenen Verbände LwTrKdo, Brigadegeneral Michael Gschoßmann ein, aber eben auch eine sehr intensive mit vielen bedeutenden Ereignissen. Er erinnerte an das sogenannte „APOLLO-Projekt“, das für die deutsch-niederländische Zusammenarbeit in der bodengebundenen Luftverteidigung steht und unter Kuebarts Führung in die Tat umgesetzt wurde. „Sie haben mit ihren Soldatinnen und Soldaten im Mittelmeer nicht nur die Luftverteidigung geübt, sondern waren auch in der nördlichen Flanke unseres Bündnisgebietes präsent.“ Auch die multinationale Gefechtsübung in Litauen ließ der Brigadegeneral nicht unerwähnt. Mehr als 1.200 Soldaten aus Belgien, den Niederlanden, Norwegen, Litauen und Deutschland hätten dort ihre Leistungsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Ferner ging Gschoßmann auf das diesjährige CapEval, eine Überprüfung durch die NATO, ein. „Die Bewerter fanden eine hochmotivierte Truppe vor“, berichtete der Brigadegeneral. Dies sei ein Indiz dafür, „dass Sie ihre Soldatinnen und Soldaten mit Herz und hohem Anspruch geführt haben.“

In wenigen Tagen beginnt für Kuebart ein knapp einjähriger Lehrgang am Royal College of Defence Studies in London. Sein Nachfolger, Oberst Noeske, ist in Husum kein Unbekannter. Von 2014 bis 2016 war er hier Kommandeur der FlaRakGrp 26. Danach nahm er als Einsatzstabsoffizier und Chef des Stabes Deutsches Kontingent am Bundeswehreinsatz in Syrien teil. Es folgten weitere zwei Jahre als Referent für Luft und Weltraum im Bundesverteidigungsministerium.

„Mit diesem Werdegang sind sie sehr gut gerüstet, um die Führung über den größten Verband der Luftwaffe zu übernehmen.“ In seinem eigenen Rückblick ging der scheidende Kommodore auf das taktische Schießen mit dem gesamten Geschwader ein. Auch die besondere Auszeichnung bei der Überprüfung (CapEval) sprach er an: „Wir haben wahrscheinlich nicht alles richtig gemacht, aber vieles, hatten zum Beispiel das richtige Führungspersonal und den richtigen Unterbau.“

Großes Lob zollte Arnt Kuebart seinen Kameraden, Soldaten und Mitarbeitern. „Ohne sie wären Kommodore und FlaRakG nichts.“ Im Anschluss an die Zeremonie gab es im Schloss vor Husum einen Empfang.

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