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Frühling im Vorland : Kröten-Hochzeit in St. Peter-Ording

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Derzeit sorgen die Kröten im Vorland von St. Peter-Ording - und nicht nur dort - kräftig für Nachwuchs. Das freut auch Störche und Reiher, denn die abgelenkten Amphibien sind für sie leichte Beute.

Kaum hat der blaue Moorfrosch sein kurztägiges Laichgeschäft im Vorland von St. Peter-Böhl beendet, sieht man statt seiner Kröten. Sie allerdings bevorzugen zum Ablaichen tiefere Wasserstellen (30 Zentimeter und mehr). Diese haben sie jetzt zum Ablaichen aufgesucht. Oftmals sind sie auch auf dem Wassergrund zu sehen, wo sie sich eingraben.

Eigentlich nachtaktiv, sind sie in der Paarungszeit auch tagsüber unterwegs. Die Paarung erfolgt mit einer Umklammerung durch das kleinere Männchen rücklings hinter den Vorderbeinen des Weibchens. Der Laich wird in der Regel in Form langer, dünner, perlenkettenartiger Gallertschnüre ins Wasser abgegeben. Er unterscheidet sich somit von den Laichklumpen der Frösche, die an allen möglichen Stellen sichtbar sind.

Wo Frösche und Kröten sind, finden sich auch schnell Weißstorch und Graureiher ein. Gemächlich schreitend und plötzlich schneller werdend, verharrend und dann zupackend, kann man den Weißstorch bei seiner Nahrungssuche beobachten. Der Graureiher beobachtet eher von den Wassergräben aus. Der Moorfrosch wusste also, warum er sich so schnell wieder davon gemacht hat.

Das Tirilieren der Lerchen dazu gibt letzte Sicherheit: Der Frühling ist da. Im Vorland von St. Peter-Ording herrscht wieder richtig Leben. Bald auch wird man die Kaulquappen beobachten können. Dabei sind die der Kröten größer als die der Frösche.
 

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