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Oldenswort : Kritik an Kosten für Feuerwehrneubau

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das neue Oldensworter Gerätehaus soll rund 1,2 Millionen Euro kosten, die Gemeinde muss 800.000 Euro selbst tragen, da es weniger Förderung gibt als geplant.

Lange wurde sie erwartet – jetzt liegt sie vor: Die Zusage einer Sonderbedarfszuweisung über 405.000 Euro für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Oldenswort. Darüber informierte Bürgermeister Frank-Michael Tranzer (SPD) die Gemeindevertreter und die zahlreich erschienen Einwohner in der jüngsten Sitzung des Gremiums. Bei der jetzt endgültigen Abstimmung über die Umsetzung des Vorhabens votierten neun Stimmberechtigte dafür und vier dagegen. Seine Zustimmung versagte auch Wilfried Massow (CDU). Er sei aufgrund früherer Informationen ursprünglich davon ausgegangen, dass die Gemeinde von dem Investitionsvolumen von rund einer Million Euro die Hälfte trägt und eine Zuweisung von 500.000 Euro zu erwarten sei. Jetzt rechne er angesichts der zusätzlichen Kosten für die Ausstattung des Gebäudes, der Außenanlagen und unter Einbeziehung der Kosten für das gemeindeeigenen Grundstück im Gewerbegebiet mit einem Gesamtaufwand von 1,2 Millionen Euro. Infolge der um 100.000 Euro verringerten Zuweisung werde der Gemeindehaushalt mit rund 800.000 belastet. „Wir haben es versäumt, die Kosten für eine Erweiterung des jetzigen Gerätehauses als Alternative zu ermitteln“, bedauerte er selbstkritisch. Ähnlich argumentierte Jürgen Adolf Jebe (WVO). Dem hielt Reiner Dobbertin (CDU) entgegen, dass ein Anbau in der notwendigen Größe von 200 Quadratmetern rund eine halbe Million Euro gekostet hätte. Das wäre nicht förderfähig gewesen.

Eine enttäuschende Nachricht hat die Gemeinde vom Betreiber des Witzworter Markttreffs erhalten. Er hat seine mündlich Zustimmung zur Einrichtung eines derartigen Einkaufs- und Begegnungszentrums in Oldenswort unter Hinweis auf seine „schwierige wirtschaftliche“ Situation in der Nachbargemeinde schriftlich zurückgezogen. „Mit diesem ‚Totschlagargument‘ sind unsere Aussichten auf einen geförderten Markttreff gestorben“, erklärte Tranzer unter Hinweis auf eine entsprechende Information vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR). Alle waren sich einig, dass unabhängig hiervon eine Einkaufsmöglichkeit für Waren des täglichen Bedarfs auch nach der Schließung von Gabis Einkaufstreff in voraussichtlich knapp zwei Jahren im Dorf benötigt wird. Dazu präsentierte Dirk Althof (SPD) einen Beschlussvorschlag seiner Fraktion. Der sieht vor, eine Machbarkeitsstudie mit einem Wirtschaftlichkeitsgutachten für die Schaffung eines Versorgungszentrums von einem Consulting Büro erstellen zu lassen. Auf ein Gebäude will man sich noch nicht festlegen. Diesem Vorschlag stimmten alle zu.




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