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Kurzgeschichte über zahlenverliebten Kommissar : Krimi mit fünf Mordverdächtigen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Husumer Stephan Hecker ärgert sich zwar über Statistiken, doch in seinem ersten Kurzkrimi spielen Zahlen durchaus eine wichtige Rolle. Für seine „Täterberechnung“, die auf einer Hallig spielt, hat er sogar den ersten Preis bei einem mathematischen Krimi-Wettbewerb erhalten.

„Ich bin kein Mathematiker“, sagt Stephan Hecker. Und sogleich schiebt er nach: „Um Himmelswillen!“ In die Welt der Zahlen ist der 61-jährige Husumer dennoch eingetaucht. Der pensionierte Berufsschullehrer hat einen Kriminalroman geschrieben, und in diesem nimmt er Wahrscheinlichkeitsrechnungen auf die Schippe. Dabei geht es um gleich fünf Mordverdächtige auf einer kleinen Hallig.

Mit seiner Kurzgeschichte „Täterberechnung“ hat Hecker im vergangenen Herbst den ersten Preis bei einem mathematischen Krimi-Wettbewerb des Berliner Forschungszentrums Matheon gewonnen, an dem alle Berliner Universitäten und mathematischen Forschungsinstitute beteiligt sind. Den Wettbewerb gibt es seit fünf Jahren. Auf die Ausschreibung war Stephan Hecker zufällig beim Surfen im Internet gestoßen. Wie rund 135 andere Autoren aus ganz Deutschland hatte auch der Nordfriese – er unterrichtete mehr als zwei Jahrzehnte lang an der Berufsschule in Husum Deutsch und Elektrotechnik – schließlich seine Story eingereicht. Große Erwartungen knüpfte er daran eher nicht. „Ich habe schon mal Kurzgeschichten geschrieben“, sagt er, „aber nur so für mich.“

Wie ist er auf die Idee für einen „mathematischen Hallig-Krimi“ gekommen? „Ich habe mich schon immer geärgert über Statistiken“, erzählt Hecker. Da fällt ihm spontan auch der Punkteschlüssel für die Beurteilung von Schüler-Leistungen ein. Und so wählte er für seinen Krimi, der auf „irgendeiner“ Hallig spielt, denn auch einen eher satirischen Ansatz.

Sein Lohn: Ein Wochenende mit allem drum und dran in der Bundeshauptstadt, die Ehrung bei einer Feier und ein Preisgeld in symbolischer Höhe von 666 Euro.

Weitergehende literarische Ambitionen hat Stephan Hecker, der gern Schach und Klavier spielt, vorerst nicht. Aber so ganz lässt ihn der Gedanke doch nicht los: „Was mich reizen würde, wäre ein Kinderbuch“, sagt er nach kurzem Nachdenken. Und da ist der Husumer sogar familiär vorbelastet: „Meine Großmutter hat Kinderbücher geschrieben.“

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