Nordfriesland : Kreis trotzt Tücken der Demografie

Dr. Helmut Born überreicht die Stiftungs-Plakette an Heinz Maurus und Dieter Harrsen, rechts Herbert Lorenzen.
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Dr. Helmut Born überreicht die Stiftungs-Plakette an Heinz Maurus und Dieter Harrsen, rechts Herbert Lorenzen.

Der Kreis Nordfriesland ist dabei, die Herausforderungen des demografischen Wandel aktiv zu meistern. Seine Bemühungen wurden jetzt mit einem Preis der Deutschen Stiftung Kulturlandschaft belohnt.

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30. Mai 2015, 11:30 Uhr

Der Kreis Nordfriesland ist Preisträger des Jahres 2015 der Deutschen Stiftung Kulturlandschaft. Den mit 15.000 Euro dotierten Preis „Kulturlandschafft 2015“ überreichte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Dr. Helmut Born, in Husum an Landrat Dieter Harrsen und Kreispräsident Heinz Maurus. Dazu wurde die laufende Kreistags-Sitzung eigens für eine kleine Feierstunde unterbrochen.

Die Stiftung setzt sich mit ihren Projekten „für die Verwirklichung des Verfassungsziels gleichwertiger Lebens- und Wirtschaftsbedingungen der Bewohner des ländlichen Raumes“ ein. Und da sehen die Stiftungs-Verantwortlichen Nordfriesland auf einem guten Weg – mit seiner leistungsfähigen Tourismusbranche, einer wettbewerbsfähigen Landwirtschaft, die Energiegewinnung durch (Bürger)Windparks sowie Biomasse und nicht zuletzt durch seine landschaftliche Attraktivität. Letztlich überzeugt hat die Stiftungsjury nach Aussagen von Born die aktive Auseinandersetzung der haupt- und ehrenamtlichen Entscheidungsträger und zahlreicher Bürger mit den „Tücken der Demografie“. Das Fazit von Helmut Born: „Der Landkreis Nordfriesland hat diese Auszeichnung wahrlich verdient.“

„Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit. Wir stellen uns auf die neuen Herausforderungen ein“, bekräftigte Kreispräsident Heinz Maurus. Im Sinne der Handlungsempfehlungen des „Masterplans Daseinsvorsorge“ und des erklärten Ziels, den Wandel gemeinsam aktiv zu gestalten, verdoppelt der Kreis Nordfriesland das Preisgeld und reicht es sofort weiter an den Kooperationsraum Mittleres Eiderstedt. Dort wollen neun Gemeinden mit insgesamt rund 5000 Einwohnern ihre Zukunft und die künftige Versorgung gemeinsam gestalten. Das Pilotprojekt, das Amtsdirektor Herbert Lorenzen im Husumer Kreishaus vorstellte, ist zunächst auf drei Jahre angelegt. Dabei solle das Thema demografischer Wandel ganzheitlich angepackt werden, machte er deutlich. „Wir sitzen alle in einem Boot, der Kreis ist an Ihrer Seite“, gab Kreispräsident Maurus ihm die besten Wünsche für das ambitionierte Zukunftsprojekt mit auf den Weg.

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