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Neue Ideen gefragt : Kreative richten Blick nach vorn

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ein öffentlicher Workshop zur Zukunft des Fördervereins für Kunst und Kultur Eiderstedt findet am Freitag, 31. Oktober, statt. Frank Siemoneit von der Fachhochschule Westküste moderiert die Veranstaltung.

shz.de von
erstellt am 28.Okt.2014 | 12:00 Uhr

Ohne ihn würde auf Eiderstedt etwas fehlen – der Förderverein für Kunst und Kultur Eiderstedt (FKE) bietet den Künstlern auf der Halbinsel mit Kunstklima eine Plattform, kümmert sich in seiner Kunstwerkstatt für Kinder (Kuki) um den Nachwuchs und ist auch für die Literatur offen. So gibt es zwei Literaturkreise, in denen über Romane und Erzählungen diskutiert wird. Regelmäßig veranstaltet er Ausstellungen seiner Mitglieder im Alten Rathaus in Garding, dem Kulturzentrum der Stadt. Außerdem heißen sie zwei Mal im Jahr zum Tag des offenen Ateliers Interessierte in ihren Werkstätten willkommen.

Seit 25 Jahren besteht der Verein. Der Oktober steht ganz im Zeichen der Jubiläumsfeier. Aus der Taufe gehoben wurde er von dem bekannten Gardinger Künstler Dieter Staacken und der rührigen Käte Hinrichsen, die zum Bedauern aller, die sie kannten, kürzlich verstorben ist. „Sie gab den Anstoß damals und forderte mich auf, miteinzusteigen“, erinnert sich Staacken. Anlass war das 400-jährige Bestehen der Stadt 1990. Dafür sollte Staacken ein Laienspiel auf die Beine stellen, das dann am 7. Oktober 1990 auf dem Marktplatz aufgeführt wurde. 200 Mitglieder hat der Verein heute. 60 Prozent leben auf Eiderstedt, viele in Garding und St. Peter-Ording, aber es sind auch Hamburger und Husumer darunter, wie die Vorsitzende, die bekannte Fotografin und Buchautorin Ute Karen Seggelke, erläutert.

Die Jubiläumsfeierlichkeiten begannen mit einem Festakt, an dem die Ehrenvorsitzende Käte Hinrichsen noch kurz vor ihrem Tod teilnehmen konnte. In ihrer Ansprache zum Festakt verband Ute Karen Seggelke ihr leidenschaftliches Plädoyer für die Bedeutung von künstlerischem Schaffen als „Lebensmittel“ mit einer stolzen Bilanz. „Jahr für Jahr gelingt es uns, hiermit Tausende von Besuchern zu begeistern,“ sagte sie. Erheblichen Anteil daran haben die rund 50 aktiven Künstler der Gruppe „KunstKlima“, die ihre Arbeiten alljährlich in fünf Ausstellungen im Atrium des Alten Rathauses präsentieren. Sie werden von Frauke Petersen betreut. Eher im Verborgenen wirken die 45 Teilnehmer von zwei Literaturkreisen unter der Leitung von Regine Staacken und Ingeborg Herms, der Ehefrau des bekannten Schriftstellers Uwe Herms. Auch die Literaturkreise beteiligten sich mit einer Matinee an den Jubiläumsfeiern. Zu den regelmäßigen Preisträgern bei landesweiten Wettbewerben gehören Kinder der Nachwuchsgruppe Kuki, in der sie unter der Anleitung von Regina Janzen ihre künstlerische Kreativität entwickeln. Der Ehrenvorsitzende Dieter Staacken erinnerte an die vielen Ableger des FKE wie die Kunstinitiative St. Peter-Ording, die Eiderstedter Kultursaison und die Kunst-Notizen in Tönning. Für besondere Verdienste ehrte die FKE-Chefin mit einer Anstecknadel ihre Vorgänger im Amt Klaus Dreyer, Dieter Staacken und ganz besonders Käte Hinrichsen. Umrahmt wurde der Festakt von Auftritten des Tönninger Duos „Jolumusic“. Außerdem gab es ein Konzert der Eiderstedter Band JugWater. Mit humorvollen und nachdenklichen Texten aus einem neuen Buch von Uwe Herms fesselte Manuel Knortz die zahlreichen Zuhörer.

Doch wie soll es weitergehen? Gedanken über die Zukunft machte sich Staacken schon in seinem Vortrag zum Festakt. Sie erstrecken sich von der Bündelung vielfältiger Kräfte auf Eiderstedt über eine stärkere Gewichtung von Kultur bis zur Beteiligung am Gardinger Stadtjubiläum mit einer Neuauflage seines Historienspiels von 1990. Um die Zukunft geht es auch zum Abschluss des Jubiläumsmonats in einem öffentlichen Workshop, der am Freitag, 31. Oktober, von 14 bis 18 Uhr im Alten Rathaus stattfindet. Er wird von Frank Siemoneit von der Fachhochschule Westküste moderiert. „Wir wollen herausfinden, was unsere Mitglieder möchten und wir wollen ihnen auch die Möglichkeit geben, mehr mitzuarbeiten“, erklärt Ute Karen Seggelke. Denn der Vorstand sei an die Grenzen des Machbaren gelangt. Denkbar seien ein Arbeitskreis, der sich mit einem Thema befasst. Bereits für die Vorbereitung des Jubiläums befasste sich eine Gruppe intensiv mit den Festlichkeiten. Diskutiert werden soll auch über neue Schwerpunkte. „Jeder, also auch Nicht-Mitglieder, kann teilnehmen. Auch Jüngere sind uns willkommen“, betont die Vorsitzende. Weitere Info unter www.kunstklima.com.




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