zur Navigation springen

Medizinische Versorgung : Krankenschwestern für die Halligen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Zweckverband Daseinsvorsorge auf den Halligen hat acht Bewerber für zwei Krankenpflege-Stellen. Und eine neue Halligbewohnerin wurde auf Nordstrandischmoor geboren.

von
erstellt am 03.Apr.2015 | 16:00 Uhr

Der im Januar gegründete Zweckverband „Daseinsvorsorge auf den Halligen“ führt derzeit ein Gespräch nach dem anderen. Bürgermeister Werner-Peter Paulsen (Nordstrand), zu der die Hallig Nordstrandischmoor gehört, die auch von der Gemeindevertreterin Ruth Hartwig-Kruse vertreten wird, Bürgermeisterin Heike Hinrichsen (Langeneß) und Bürgermeister Volker Mommsen (Gröde) sowie Bürgermeister Matthias Piepgras (Hooge) gründeten diesen Zweckverband, um auch die medizinische Versorgung auf den Halligen zu gewährleisten. Piepgras wurde zum Verbandsvorsteher gewählt.

Der Hooger Bürgermeister verschaffte sich kürzlich einen Überblick von der Situation auf Langeneß. Für ihn war schnell klar, dass dort sofort eine weitere „ganze“ Krankenpflege-Stelle geschaffen werden sollte, um den Aufwand und die Notfallversorgung sicherzustellen. Nachdem die Stellenausschreibungen kürzlich beendet wurden, geht es nun für die Verantwortlichen darum, aus den acht Bewerbern zwei vakante Stellen auf Hooge und Langeneß zu besetzen. Die Gespräche finden Mitte des Monats statt. Auf der Hallig des Verbandsvorstehers wird in Kürze der langjährige Krankenpfleger Frank Timrott seine Tätigkeit beenden. Auf Hooge wird im Zwei-Wochen-Rhythmus gearbeitet, beschreibt Piepgras einen Teil des Stellenprofils, um den sogenannten Halliglüüd die medizinische Versorgung zu sichern.

Ferner liefen die ersten Gespräche mit der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) weiter, um die ärztliche Versorgung zu sichern. Zudem soll ein Konzept auf den Weg gebracht werden, in dem ein Vertretungspool mit dem Kreis initiiert wird, um den Rettungsdienst auf eine breitere Basis zu stellen.

Für Matthias Piepgras eine Bestätigung seiner Arbeit. Denn er wolle als Zweckverbandsvorsteher nicht anweisen wollen, dass beispielsweise das medizinische Personal bei Krankheit an vier aufeinander folgenden Wochenenden Dienst schieben müsse. In diesem Zusammenhang sollen dank einer innovativen Idee des Leiters des Kreis-Rettungsdienstes, Christian Wehr, die Mitarbeiter des Zweckverbands an einer notärztlichen Schulung teilnehmen.

Abschließend berichtete die Gemeindevertreterin Ruth Hartwig-Kruse von zwei positiven Veränderungen auf Nordstrandischmoor. Da es auf der Hallig keine Feuerwehr gibt, werden künftig Übungen für die Halliglüüd abgehalten, wie sie sich im Brandfall zu verhalten haben. Noch erfreulicher sei, so die Gemeindevertreterin, dass eine neue Halligbewohnerin geboren wurde: „Und in sieben Wochen wird die nächste erwartet.“


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen