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Bredstedt : Kräfte bündeln - das ist die Devise für die Zukunft

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Amtsausschuss Mittleres Nordfriesland tagte: Haushalt positive ausgefallen.

shz.de von
erstellt am 31.Mai.2013 | 08:05 Uhr

Bredstedt | Bei der letzten Sitzung des Amtsausschusses Mittleres Nordfriesland in der alten Legislaturperiode verkündete Amtsvorsteher Hans-Jakob Paulsen erfreut, dass die Zahlen im Haushalt deutlich positiver ausgefallen seien als geplant. Etwa eine halbe Million Euro seien weniger ausgegeben worden. Ein großer Teil davon falle in den Bereich von Personalkosten. Zur geplanten 380 Kilovolt-Leitung entlang der Westküste seien in mehreren Veranstaltungen zwei Möglichkeiten der Trassenführung vorgestellt worden. Dabei sei deutlich geworden, dass aller Voraussicht nach keine Extra-Leitung komme, sondern die bestehenden 110-Kilovolt-Leitungen aufgestockt werden. Die Diskussionen seien sachlich und ohne viel Gegenströmung geführt worden. Auf Kreisebene sei ein Planfeststellungsverfahren über alle Trassenmöglichkeiten geplant. Damit solle sichergestellt werden, sich auf alle Eventualitäten einzustellen. Und das spare Zeit, egal, welche Trasse auch komme. Da die 380-Kilovolt-Leitung im Bundesnetzplan vorgesehen ist, werde sie auch kommen, so der Amtsvorsteher überzeugt. Laut dem Unternehmen Tennet im Jahr 2019 - falls keine Probleme auftreten. Zum Thema Bürgerbusse sagte Paulsen: "Der Bedarf wird da sein, wenn wir auf den Dörfern wohnen bleiben wollen." Dem Öffentlichen-Personen-Nahverkehr (ÖPNV) liefen die Kosten weg. Angedacht sei, die Bürgerbusse zusätzlich, beziehungsweise statt des ÖPNV einzusetzen. Eine Arbeitsgruppe beschäftigt sich derzeit mit einem Mobilitätskonzept. Im Sommer werden alle Bürgermeister eingeladen, damit sie sich für ihre Gemeinden mit einbringen können.

Um das Bündeln von Kräften ging es dem Leitenden Verwaltungsbeamten, Dr. Bernd Meyer, im Hinblick auf das Zusammenspiel zwischen den Gemeinden und dem vom Kreis herausgegeben Masterplan Daseinsvorsorge. Sein Appell an die neue Legislatur: Bevor Gemeinden etwas planen, wie beispielsweise Neubau- und Gewerbegebiete sowie Bürgerwindparks, sollten Möglichkeiten ausgelotet werden, die Planungen gemeinsam mit anderen Dörfern in Angriff zu nehmen. Durch die kommenden massiven Veränderungen der Bevölkerungsstrukturen sei es zwingend erforderlich, zusammen zuarbeiten. Es sei unerlässlich, über die Grenzen der eigenen Gemeinde zu schauen.

Einstimmig beschloss der Amtsausschuss die Errichtung einer Stromtankstelle auf dem Parkplatz der Amtsverwaltung. Kosten: 3000 Euro. 1000 Euro übernehmen die Reußenköge. Der Amtsvorsteher bedankte sich abschließend für die Zusammenarbeit. "Ich denke, dass das Amt eine gute Arbeit geleistet hat. Wir sind zusammengewachsen."

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