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Verkehrschaos in Husum : Krabbentage-Besucher im Stau

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Viele Veranstaltungen und blendendes Wetter sprengten die Kapazität von Husums Straßen und Parkplätzen.

von
erstellt am 17.Okt.2017 | 11:36 Uhr

Das war denn doch etwas zu viel des Guten: Krabbentage, verkaufsoffener Sonntag, die Traktorado und obendrein das spätsommerliche, warme und sonnige Kaiserwetter – in der Storm-Stadt ging am Sonntagnachmittag verkehrstechnisch zeitweise gar nichts mehr. „So etwas habe ich noch nicht erlebt – ich komme nie wieder nach Husum!“, schimpfte etwa ein auswärtiger Leser gegenüber unserer Zeitung. Er habe anderthalb Stunden im Stau gestanden, als er vom Porrenkoog-Parkplatz kommend nach Hause fahren wollte.

„Die Innenstadt und das Gebiet rund um den Hafen platzten aus allen Nähten“, bestätigte Husums Polizeichef Thomas Jacobsen. Teilweise war die Dockkoogstraße so voll, dass wir mit unseren Autos Einsatzorte nicht mehr erreichen konnten.“ Jede Menge Falschparker hätten zudem dafür gesorgt, dass sich auf dem Zingel in beiden Richtungen nichts mehr bewegte. Auch Linienbusfahrer der Firma Verkehrsbetriebe Rohde hätten sich darüber beklagt, dass kein Durchkommen mehr sei. „Da blieb uns nichts anderes übrig, als die Kreuzung Damm/Deichstraße/Poggenburgstraße zeitweise zu sperren, um keinen weiteren Verkehr mehr in die Innenstadt zu lassen. Anders ließ sich das Chaos nicht mehr auflösen.“

Am Park & Ride-Service hat der Verkehrsinfarkt wohl nicht gelegen: „Den haben wir wie immer bei Großveranstaltungen eingeplant und gut getaktet war er mit 20 Minuten auch“, sagt Karl-Friedrich Bumb vom Ordnungsamt. Das bestätigt Christin Hultzsch von der Messe Husum & Congress, die als Veranstalter der Krabbentage fungiert: „Der Service wurde ausgezeichnet angenommen – alle Parkplätze, von denen die Busse abfuhren, waren komplett gefüllt“, sagt sie. Der Andrang sei aber „wahnsinnig“ gewesen und hätte damit die vorhandenen Kapazitäten schlicht und einfach überstiegen. In diese Kerbe schlägt auch Peter Cohrs, der Sprecher der Husumer Werbegemeinschaft: „Wenn so viel an Attraktionen zusammen kommt wie am vergangenen Sonntag und dann noch so ein Bombenwetter herrscht, dann sind die Kapazitäten ganz einfach ausgereizt.“ Das die knappe Stellplatz-Situation nach dem Abriss des Innenstadt-Parkhauses hier natürlich auch eine Rolle spielt, ist ihm durchaus bewusst. „Aber auf Sicht wird es ja besser“, sagt er. Nicht zuletzt auf Drängen der Stadt werde jetzt beschleunigt am Bau des neuen Parkhauses am Husum Shopping-Center gearbeitet. „Wir peilen die Fertigstellung jetzt für das Frühjahr 2019 an“, verspricht Cohrs.

Und Karl-Friedrich Bumb gewinnt dem Ganzen sogar noch etwas Positives ab: „Trotz des hohen Verkehrsaufkommens hat es keinerlei Unfälle gegeben, die auf die Situation zurückzuführen wären“, sagt er erfreut. Und dass Beschwerden doch eher nur vereinzelt gekommen wären, zeige doch, dass die Maßnahmen, die das Ordnungsamt in Zusammenarbeit mit dem Veranstalter im Vorwege getroffen habe, doch „im Großen und Ganzen gut gegriffen“ hätten.

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