Amt Mittleres Nordfriesland : Kooperationsräume: Vieles ist schon da

Der Sitz der Amtsverwaltung in Bredstedt.
Der Sitz der Amtsverwaltung in Bredstedt.

Bisher haben acht von 20 Amtsgemeinden Interesse an der Kreisinitiative gezeigt.

Avatar_shz von
22. März 2019, 17:23 Uhr

Amtsdirektor Dr. Bernd Meyer sprach in jüngster Sitzung des Amtsausschusses Mittleres Nordfriesland das Thema Kooperationsräume an. „Der Kreis Nordfriesland möchte, dass wir bis zum 5. April melden, ob und welche Kommunen im Mittleren Nordfriesland Kooperationsräume bilden und ein dazugehöriges Coaching machen möchten. Das ist nicht mehr lange hin“, informierte er.


Zu wenige Ehrenamtliche

Bisher haben sich zehn Gemeinden (von 20) gemeldet, davon acht mit positivem Signal. Sie könnten sich vorstellen, drei bereits vorgeschlagene Räume um die Versorgungszentren Bredstedt, Langenhorn und Joldelund zu bilden. „Zwei Gemeinden haben allerdings verneint mit dem Hinweis, dass ehrenamtliche Kräfte fehlen“, so Bernd Meyer. Das Argument könne er nachvollziehen, denn es würden sich insbesondere in kleinen Gemeinden sicher keine anderen Freiwilligen für die Arbeitsgruppe wiederfinden, als diejenigen, die bereits in anderweitigen ehrenamtlichen Positionen aktiv und stark eingebunden sind. Die Problematik wolle er beim nächsten Gespräch mit dem Landrat ansprechen.

„Ich finde, wir sollten es lieber lassen, wenn wir nicht genug Akzeptanz finden. Vieles läuft ja schon kooperativ zwischen den Gemeinden“, erklärte dazu Christian Christiansen. Er ist Bürgermeister der Gemeinde Sönnebüll.

„Wir haben von der Sache her schon einen gut funktionierenden Kooperationsraum“, erklärte auch Reiner Hansen, Bürgermeister aus Joldelund. Mit den Nachbargemeinden Goldelund, Goldebek, Kolkerheide und Högel nutze man ja schon lange Schule, Kindergarten oder Sportverein. Sogar ein Bürgerbus werde von drei Kommunen finanziert. Es bestehe also insoweit kein Bedarf. Den Raum zu erweitern, mache sicher keinen Sinn.

„Das kann ich nachvollziehen. Ich würde den Kreis einmal darauf aufmerksam machen, dass der funktionierende Raum um Joldelund ein Vorzeigeobjekt ist und man daraus lernen und Rückschlüsse ziehen kann“, erklärte Bredstedts Bürgermeister Christian Schmidt. Ein Rad müsse auch nicht neu erfunden werden. Ansonsten würde er aber grundsätzlich für Kooperationsräume werben. Die bisherige Quote sei nach seiner Meinung nach gar nicht so schlecht. „Vielleicht stimmt die eine oder andere Gemeinde ja noch zu“, so Schmidt.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen