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FReude im Kindergarten : Kooperation über polnische Grenze hinweg

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Bereits seit neun Jahren arbeiten die Kindergärten in Hattstedt und Hajnovka eng zusammen. Nun wurde ein schriftlicher Vertrag über die Kooperation beschlossen. Gleichzeitig wurde der Geburtstag der Hattstedter Einrichtung gefeiert

Kooperation ist nicht nur ein Schlagwort. Überall im Lande und über die Grenzen hinaus, wird sie wichtiger denn je. Bereits seit neun Jahren arbeiten die Teams der kommunalen Kindertagesstätte Brückengruppe in Hattstedt und des Kindergartens Nr. V in Hajnowka / Polen eng zusammen. Das was seither bereits intensiv in der Praxis gehandhabt wird, besiegelten die Einrichtungsleiterinnen, Jutta Gautsch (Hattstedt) und Krystyna Kojlo (Hajnowka) nun schriftlich. Gepflegt werden Erfahrungsaustausch durch regelmäßige gegenseitige Besuche, Entwicklung gemeinsamer Projekte in Workshops, bis hin zur Erweiterung des pädagogischen Spektrums untereinander, Förderung gegenseitiger Toleranz, Nahebringen der verschiedenen Kulturen oder Achtungserwecken von Kindern und Eltern.

„Den Wunsch nach einem Vertrag hatten unsere polnischen Freunde schon länger“, so Jutta Gautsch. Die Verbindung hatte sich aus der im Dezember 2000 besiegelten Partnerschaft zwischen dem damaligen Amt Hattstedt und dem Kreis Hajnowka ergeben. Das neu gebildete Amt Nordsee-Treene übernahm sie. Für die Frauen, die mittlerweile eine enge Freundschaft verbindet, war es ein besonderer, auch emotionaler Moment. Anwesend waren Mitarbeiterinnen des Kindergartens V, das 13-köpfige Team der Brückengruppe, sowie als politische Vertreterin des Kreises Hajnowka, Danuta Lugowoj, und der Stadt Hajnowka, Barbara Dmitruk. Mit von der Partie waren Abordnungen der benachbarten Einrichtungen „Arche Noah“ und „An de Kark“, Pastor Jörn Jebsen, für das Amt Nordsee-Treene Wobbenbülls Bürgermeister Reinhold Schaer, Schulleiterin Bärbel Ebsen, Schulverbands-Vorsteherin Christel Schmidt, Hattstedts erster stellvertretender Bürgermeister Ralf Jacobsen, sein Kollege Jan Ingwersen (Hattstedtermarsch), Gemeinderatsmitglieder, Ehrenamtlerinnen des Fördervereins, „Freunde für Hajnowka“ und Elternvertreter.

Noch ein Ereignis würdigten die Gäste in der Aula der Jens-Iwersen-Schule, das zehnjährige Bestehen der Brückengruppe. Die Leiterin des polnischen Hortes verglich die Entwicklung der Hattstedter Einrichtung und die der Partnerschaft mit der Verwandlung einer Raupe zum Schmetterling. „Wir lernen voneinander“, erklärte sie. Der größte Unterschied bestehe darin, dass die Arbeit in Polen von der Behörde kontrolliert werde und diese auch die Programme vorgebe. In Deutschland würde das Personal Konzepte erarbeiten.

Die Brückengruppe als Einrichtung innerhalb der Schule sei übrigens, so der stellvertretende Bürgermeister, aus einer Not entstanden. Mittlerweile werden 85 Kinder von unter drei Jahren bis hin zur Schulreife in mehreren Gruppen betreut.








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