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Weihnachtspäckchen für Rumänien : Konvoi lässt Kinderaugen strahlen

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die schönste Belohnung für die Strapazen: Zwei Husumer Round-Tabler brachten rund 3500 Weihnachtspäckchen per Truck nach Rumänien – wo die Kinderaugen strahlten.

shz.de von
erstellt am 22.Dez.2013 | 12:00 Uhr

Der Advent ist die Zeit, zu der sich die Christen in aller Welt auf die Ankunft des Herrn – Adventus Domini – vorbereiten. Allgemein gelten diese Wochen als Tage des Friedens, der Liebe und der Hilfe. Im letzten Teil unserer Serie „Hilfe im Advent“ stellen wir die unglaubliche Reise von Mitgliedern des Round Table mit dem bundesweiten Weihnachtspäckchen-Konvoi vor.

Tim Bast gehört zur Husumer Sektion des internationalen Service-Clubs und ist in Sachen Weihnachtspäckchen-Konvoi schon ein alter Hase. Bereits im Advent 2009 war er mit tausenden Paketen unterwegs nach Rumänien, und in diesem Jahr ging der Unternehmer noch einmal auf große Tour. Gemeinsam mit Round-Table-Kollege Martin Behrens saß er abwechselnd am Steuer eines großen Trucks. An Bord: knapp 3500 handgepackte Weihnachtsgeschenke aus Nordfriesland mit einem Gewicht von rund 25 Tonnen.

Die hatten die Husumer Round-Tabler zusammen mit ihren Kollegen aus Südtondern und Heide eingesammelt, in große Kartons gesteckt und auf den 40-Tonner verladen. In den liebevoll eingewickelten Päckchen waren vor allem Spielsachen, die Kinder aus der Region gespendet hatten. „Unser Nachwuchs lernt durch die Aktion, dass es anderswo Kinder gibt, die es nicht so gut haben wie sie“, erklärt Tim Bast. „Und dass die sich genauso über Überraschungen freuen wie ihre Altersgenossen hier in Deutschland.“

Ausgesucht und eingepackt wurde zusammen mit den Eltern, und so sorgte der Weihnachtspäckchen-Konvoi neben leuchtenden Gesichtern in Rumänien auch noch für einen heimischen Familien-Höhepunkt im Advent. „Oft malen die Kinder noch etwas Persönliches und schicken das dann auch mit“, beschreibt Bast erfreut das Engagement der Husumer Kinder.

Am Donnerstag vor dem zweiten Advent hatten sich Bast und Kollege Martin Behrens zum bundesweiten Sammelpunkt in Hanau aufgemacht. 24 Lastwagen und Transporter mit insgesamt rund 150 Helfern gingen auf den langen Treck nach Osteuropa. Die Kolonne des Weihnachtspäckchen-Konvois trennte sich erst in Rumänien wieder. Denn die Schulen, Kindergärten und Krankenhäuser, in denen die Geschenke verteilt werden sollten, waren überall im Land verstreut. Mit kleineren Autos, die zum größten Teil von der Caritas in Rumänien gestellt wurden, ging es dann in zum Teil sehr entlegene Städte.

Die Husumer Bast und Behrens zum Beispiel fuhren noch bis in den Osten des Landes nach Iasi weiter. „Wir kamen in den frühen Morgenstunden des zweiten Advent dort an“, berichtet Behrens. „Schon um sieben Uhr ging es dann los mit dem Verteilen.“ Die Fahrt zu den Kindern war dabei recht abenteuerlich: „Wir verbrachten rund 14 Stunden auf besseren Feldwegen“, stöhnt Behrens noch Tage danach. „Aber die vielen strahlenden Kinderaugen haben uns die Strapazen ganz schnell wieder vergessen lassen. Riesig haben die sich über Handschuhe und Buntstifte gefreut. Teilweise kannten sie so etwas gar nicht.“

Den Brummi, mit dem Bast und Behrens unterwegs waren, hatten sie von einem Händler aus der Region geliehen. Am Steuer saßen sie selbst. Um die Mammut-Tour in einer knappen Woche zu schaffen, wurde durchgefahren, Stopps gab es nur für den Fahrerwechsel. „Am Ende waren wir doch sehr müde. Gesprochen wurde dann auch nicht mehr so viel“, sagt Tim Bast schmunzelnd.

Der Weihnachtspäckchen-Konvoi ist eine Gemeinschaftsaktion von Round Table, Ladies Circle und Old Tablers Deutschland. Eigentlich stand auch die Ukraine als Fahrtziel auf dem Programm. Doch deren Regierung zog noch vor dem Start ihre Unterstützung für das Unternehmen zurück. „Da bestand die Gefahr, dass wir tagelang im Zoll festhängen würden“, so Bast. „Deshalb konnten wir den Kindern in der Ukraine dieses Mal leider nicht helfen.“ Ein kleiner Trupp von Autos fuhr dann aber noch bis nach Moldawien.

 

 

 

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