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Husumer Nachrichten

21. Oktober 2017 | 23:56 Uhr

Garding : Kontroverse um neues Baugebiet

vom

Gardinger SPD-Stadtvertreter stimmen gegen Pläne für eine Fläche am Nordergeestweg. Vertagung der Straßensanierung löst Finanzproblem.

shz.de von
erstellt am 25.Mai.2013 | 08:42 Uhr

Garding | Mit einem Dank aller Fraktionen für die gute Zusammenarbeit in der zu Ende gehenden Wahlperiode begann die letzte Stadtvertreter-Sitzung. Die Mandate erlöschen zum 31. Mai, wie Bürgermeister Ranjet Biermann (CDU) erklärte. Die konstituierende Sitzung der neuen Stadtvertretung findet am 10. Juni statt. Eine Fraktion verabschiedet sich ganz aus dem Gremium: die WI 80. Sie hatte sich 1980 aus der CDU herausgebildet. Helga Bruns wünschte den neuen Stadtvertreter ein glückliches Händchen für ihre Arbeit.

In seinem Bericht ging Biermann auf die Belastung des Ehrenamts ein. Es sei nicht leicht, in einer Stadt ohne eigene Verwaltung alles so auszufüllen, dass es den Bedürfnissen der Bürger gerecht werde. Er sprach sich dafür aus, dass von der nächsten Wahlperiode an eine hauptamtliche Kraft für die Stadtentwicklung und das Marketing eingestellt werden soll. Kay-Uwe Cornils (SPD) erinnerte daran, dass bei der Einamtung Gardings ein Amtsmitarbeiter allein für die Belange der Stadt abgestellt werden sollte. "Das sollten wir mal wieder auffrischen."

Die Beratung und Beschlussfassung zum Ausbau der Johannisstraße wurde vertagt. Im August soll die Kostenschätzung den Bewohnern vorgestellt und dann der Ausbau mit ihnen beraten werden, so Biermann. Erst danach werde die Ausschreibung beschlossen. "Im Frühjahr 2014 kann dann der Bau beginnen." Durch diese Vertagung ergab sich eine Lösung für einen anderen Tagesordnungspunkt: Die Landesregierung hatte der Stadt aufgetragen, im Vermögenshaushalt 2013 genau 57 400 Euro einzusparen. Das ist für die Stadt ein Leichtes, da die im Haushalt vorgesehenen 400 000 Euro für die Johannisstraße in diesem Jahr nicht mehr benötigt werden. Als Bedarfszuweisungsempfänger ist die Stadt auf die Genehmigung des Haushalts durch das Land angewiesen, sonst gibt es keine Finanz-Zuweisung für das Defizit.

Einstimmig verabschiedet wurde auch das Konzept für die künftige Zusammenarbeit in der Lokalen Tourismus Organisation (LTO), die am 1. Januar 2014 die Tourismus-Zentrale Eiderstedt der Halbinsel ablöst. Kay-Uwe Cornils merkte an, dass darauf hingewirkt werden solle, dass die beiden Arbeitsplätze in der Tourist-Information in Garding mit in die neue Struktur genommen werden und dass in Garding das Tourismusbüro erhalten bleibt. "Ich finde, dass die LTO insgesamt eine gute Sache ist."

Außerdem ging es um zwei Bebauungspläne. Für den B-Plan Nr. 28 für das Areal westlich der ehemaligen Tankstelle an der B 202 und südlich der Bundesstraße wurde der Satzungsbeschluss gefasst. Dort soll Platz für einen Discounter geschaffen werden. Im nicht-öffentlichen Teil wurde an diesem Abend über entsprechende Angebote diskutiert. Der Beschluss wurde einstimmig gefasst. Biermann sprach sich auch für eine gewerbliche Weiterentwicklung südlich des Discounter-Areals aus.

Geschlossen gegen die Ausweisung eines Wohngebiets am Nordergeestweg, östlich von der Straße Op de Geest, also am Stadtrand, stimmten die vier SPD-Stadtvertreter. Michael Katryniak gab zu bedenken, dass es ja noch im Innenstadtbereich Flächen gebe. Ferner sollte einmal durchgerechnet werden, was die Unterhaltung der Infrastruktur so weit draußen die Stadt kosten würde. Der Aufstellungsbeschluss wurde mit neun Ja-Stimmen gefasst. Gerd Stecher (CDU) enthielt sich.

Einstimmig verabschiedet wurde ferner die neue Geschäftsordnung der Stadt. Sie musste an die Änderungen in der Gemeindeordnung angepasst werden, wie Torsten Richter von der Amtsverwaltung erklärte. Die Geschäftsordnung regelt die Arbeit in der Stadtvertretung. Auch die Hauptsatzung musste angepasst werden. Gegen die entsprechende Nachtragssatzung hatte das Gremium nichts einzuwenden.

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