Zehn Jahre Verein für Städtepartnerschaft : Kontakte knüpfen und intensivieren

Regelmäßige Besuche in Kidderminster erfüllen die Partnerschaft mit Leben – hier besichtigen Husumer im August 2011 „ihre“ Brücke.
Regelmäßige Besuche in Kidderminster erfüllen die Partnerschaft mit Leben – hier besichtigen Husumer im August 2011 „ihre“ Brücke.

Der Husumer Verein für Städtepartnerschaften, der unter anderem Kontakte nach Kidderminster und Heiligenstadt unterhält, feiert sein zehnjähriges Bestehen – mit Konzert, Kinofilm, Lichtbildervortrag und Ausstellung.

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14. November 2013, 17:00 Uhr

Begibt er sich von der Osterhusumer Straße zur Schleswiger Chaussee und durchquert dazu den Rosenburger Weg, so lässt der geneigte Spaziergänger etwa in der Mitte der Verbindung ein kleines Wohngebiet links liegen. Dort schaut er auf ein paar Häuser, die entweder an der Heiligenstädter Straße oder am Kidderminster-Ring liegen. Auch auf der anderen Seite von Husum, im Nordwesten, gibt es ein asphaltiertes Zeugnis für freundschaftliche Kontakte, die zu anderen Kommunen gepflegt werden: die Schönlanker Straße. Doch der wohl bekannteste Beweis für gelebte Städtepartnerschaft ist die Kidderminster-Brücke am Zentralen Omnibus-Bahnhof. Dagegen weist auch nicht die kleinste Stichstraße auf Gentofte hin.

Damit sind sie alle genannt, die vier Städtepartner Husums auf nationalem und internationalem Parkett. Wobei die Tatsache, dass sich die Briten gleich einer doppelten Hommage erfreuen und die dänischen Nachbarn gar keinen Eingang ins hiesige Straßennetz gefunden haben, durchaus etwas darüber aussagt, mit wie viel Leben der jeweilige Austausch erfüllt ist. Während der Brückenschlag zur englischen Stadt Kidderminster quasi omnipräsent ist, bekommt die Öffentlichkeit von der Liaison mit dem Stadteil der Hauptstadtregion Kopenhagen kaum etwas mit. Auch der Kontakt zur polnischen Stadt Trzcianka, dem früheren Schönlanke, könnte auf den ersten Blick intensiver sein. Gemeinsame Berührungspunkte helfen da natürlich in jeder Beziehung – so wie sie zwischen Husum und Heiligenstadt in Person von Theodor Storm bestehen. Der berühmteste Sohn der Stadt wirkte in Thüringen acht Jahre lang als Amtsrichter und Schriftsteller.

Zwei Jahre mehr hat mittlerweile der Partnerschaftsverein der Stadt Husum auf dem „Buckel“. Für die Verantwortlichen natürlich ein Anlass zum Feiern. Zunächst mit einem Emfpang am morgigen Abend im Rathaus für die Mitglieder und das Stadtverordnetenkollegium. Das weitere Programm zum zehnjährigen Bestehen, das sich über die nächsten acht Tage erstreckt, ist ausdrücklich für die Öffentlichkeit bestimmt und dreht sich rund um das Thema England.

Das hat einen guten Grund: „Mit der englischen Stadt Kidderminster verbindet Husum bereits seit 1955 eine Städtefreundschaft, die 1976 in eine offizielle Städtepartnerschaft mündete“, erklärt Rainer Maaß, der im April Georg Weßler als Vorsitzenden abgelöst hat. Sein Vorgänger war eine der treibenden Kräfte, wenn es darum ging, Kontakte zu den Partnerstädten der Stadt zu intensivieren und neue Verbindungen aufzubauen. Maaß will daran nahtlos anknüpfen. Als Nachfolger des damaligen Kidderminster-Kuratoriums wurde der Verein für Städtepartnerschaften 2003 auf Beschluss des Stadtverordnetenkollegiums gegründet. Das Pendant auf englischer Seite nennt sich Kidderminster-Husum Twinning Association.

Doch zurück zu den Jubiläums-Veranstaltungen: Die Reihe beginnt am Sonnabend, 16. November, mit einem Konzert im Rittersaal des Schlosses. Die aus Kidderminster stammende Violinistin Shulah Oliver spielt ab 17 Uhr mit Simon Marlow am Klavier Stücke von Giuseppe Verdi, George Gershwin, Richard Wagner, Edward Elgar, Benjamin Britten und anderen (wir berichteten). Für einen Imbiss und Getränke sorgt der Lions-Club Husum-Uthlande zugunsten des Vereins „Frauen in Not“.

Im Kino-Center wird am Dienstag, 19. November, ab 20 Uhr die britische Komödie „Best Exotic Marigold Hotel“ in der englischen Originalfassung gezeigt. Darin geht es um eine Gruppe britischer Senioren, die aus den unterschiedlichsten Gründen nach Indien reisen und dort im besagten Hotel in Jaipur landet. Die Geschichte wird meist in unterschiedlichen Episoden aus Sicht jedes einzelnen Charakters erzählt.

Am Freitag, 22. November, folgt dann ab 19 Uhr im Ratssaal des Rathauses ein Lichtbilder-Vortrag mit dem Titel „People and Places“. Annemarie Leather referiert über Persönlichkeiten der neueren englischen Geschichte und die mit ihnen verbundenen Orte – zum Beispiel Jane Austen, Queen Victoria oder Beatrix Potter. Während der gesamten kommenden Woche ist im Foyer des Rathauses zudem eine Ausstellung mit Beispielen partnerschaftlicher Begegnungen zu besichtigen. Zusammengestellt wurden die Schautafeln von verschiedenen Vereinen und Schulen.

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