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Kolonistenatlas soll Geld in die Vereinskasse spülen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Viel Arbeit, viel Interesssantes und eine gute Tat: Der im Jahr 2011 von Herbert Schmidt in sechsjähriger Recherche und akribischer Kleinarbeit erarbeitete Kolonistenatlas wurde seinerzeit in einer Auflage von 1000 Stück gedruckt. Er besteht aus einem erläuternden Textteil und einem umfangreichen Kartenwerk über die im nördlichen Schleswig-Holstein in den Jahren 1760 bis 1765 aus Süddeutschland angesiedelten Kolonisten und deren Siedlungen.

Nachdem der Verkauf anfangs gut angelaufen war, stellte der 81-Jährige fest, dass er mit dem Verkauf überfordert war. „Da ich die Einnahmen nicht unbedingt benötige, möchte ich den Restbestand (immerhin einige hundert Exemplare) an den Heimatverein Schleswigsche Geest übergeben, um damit dem Verein und der Arbeitsgemeinschaft Heide und Moorkolonisation zu fördern“, sagt Schmidt. „Ich möchte, dass der Atlas auf diesem Wege mehr Verbreitung findet und dem Heimatverein mehr interessierte Mitglieder verschafft.“

Schmidt ist in Oxlund geboren, hat an der TH Hannover im Vermessungswesen studiert und war anschließend als höherer Beamter in der Vermessungs- und Katasterverwaltung als Leiter des Katasteramtes in Heide und Flensburg tätig. Seit 1997 befindet Schmidt sich im Ruhestand und widmet sich der Heimatarbeit im Heimatverein Schleswigsche Geest und des Heimatvereins Angeln. Sein Interesse für die Kolonisation auf der nördlichen Geest kommt aus der eigenen Familiengeschichte - Schmidt ist Nachkomme der Familien Schmidt, Sinn und Sitzler aus dem Kraichgau.

Beate Dopatka, Vorsitzende des Heimatvereins Schleswigsche Geest, zeigte sich erfreut über die wertvolle Schenkung. „Wir versprechen dir, dass deine Bücher in deinem Sinne im Verein verwertet werden und hoffen, dass mit der Verteilung, interessierte Nachkommen der Kolonisten als Mitglieder zu uns stoßen werden“, so Dopatka.

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erstellt am 06.Sep.2013 | 00:36 Uhr

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