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Haselund : Kollund Hus: Ein sicheres Zuhause für Kinder

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Im Kollund Hus ist Platz für bis zu sechs Mädchen und Jungen. In Haselund wurde die neue Einrichtung des Diakonischen Werkes eröffnet.

„Wo een Minsch sein Tied verschenkt, nich blots an sick sülben denkt, fallt een Druppen vun den Regen, de ut Öödland Blomen lockt“, stimmte Pastor Jens Augustin zur Eröffnung des Kollund Hus’ in Haselund ein Lied an, mit dem er vielen Anwesenden aus dem Herzen sprach. Denn das Haus ist eine Einrichtung für Kinder, die aus schwierigen Verhältnissen kommen und aufgrund ihrer oft traumatischen Erfahrungen vor allem eines brauchen: Menschen, die sich Zeit für sie nehmen, die es gut mit ihnen meinen und ihnen behutsam dabei helfen, wieder Fuß zu fassen, in diesem für sie bisher oft nicht einfachen Leben.

Lediglich am dem schlichten Schild im Vorgarten ist zu erkennen, dass das Einfamilienhaus in der Löwenstedter Straße eine Einrichtung des Diakonischen Werkes beherbergt. Drinnen herrscht eine warme, familiäre Atmosphäre. In der Küche wird gekocht, im Keller Tischtennis gespielt, und im Obergeschoss hat jedes der bis zu sechs Kinder, die hier im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren einziehen und bis zu ihrer Volljährigkeit bleiben dürfen, ein eigenes Zimmer. Angesichts der Tatsache, dass sie eine intensive sozialpädagogische Betreuung benötigen, ist der Personalschlüssel hoch: Zum Team um Einrichtungsleiterin Sinje Berg gehören mit Oliver Siebels, Uwe Holthusen, Heiner Martensen und Wiebke Dethlefsen vier Erzieher. Ein weiterer soll noch folgen, ebenso eine Heilpädagogin. Tanja Voigt kümmert sich um die hauswirtschaftlichen Belange, Sven Stäven ist als Hausmeister der Mann für alle Fälle. Beide werden ebenfalls für die Kinder da sein, denn dass diese in der Küche helfen oder an kleinen Projekten beteiligt werden, soll für sie ebenso selbstverständlich sein, wie in anderen Familien.

Bei der Schlüsselübergabe durch den Geschäftsführer des Diakonischen Werkes, Volker Schümann, sagte die Leiterin der stationären Kinder- und Jugendhilfe, Catrin Lenius, sehr richtig: „Es sieht aus wie ein Zuhause, und genau das soll es auch sein.“ Für die begrenzte Zeit, die sie hier ihrer Lebensmittelpunkt haben werden, soll den Kindern einen Ort geboten werden, an dem sie sich wohl fühlen und zur Ruhe kommen können. „Wer hier wohnt“, so Lenius, „hat immer vertraute Menschen um sich, immer einen kompetenten Ansprechpartner in der Nähe und – ganz wichtig – bei Bedarf auch mal jemanden ganz für sich alleine.“ Wichtig ist ihr auch, dass der für die Kinder so wichtige Schutzraum unter anderem dadurch geschaffen wurde, dass es hier keine Inobhutnahmen aufgrund von Notsituationen geben wird, sondern die Bewohner auf jeden Neuzugang stets sorgfältig vorbereitet werden.

Zwei Kinder wohnen bereits im Kollund Hus, bis zu vier weitere werden in absehbarer Zeit folgen. Dass sie im Dorf ebenso willkommen sind, wie in den umliegenden Schulen und Förderzentren, in der Kirche, den örtlichen Vereinen und in der Nachbarschaft, bewiesen die vielen Besucher und Vertreter der Institutionen, die den Tag der Eröffnung nutzten, sich und ihre Angebote des Hauses vorzustellen und ihre Unterstützung anzubieten.

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