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Fördergelder : Koldenbüttler nehmen neuen Anlauf

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Mitglieder des Bauausschusses halten an ihren Plänen fest, das alte Schulgebäude in ein Gemeindezentrum umzuwandeln.

Das Interesse war groß: Bürgermeister Detlef Honnens und acht der zehn Gemeindevertreter nahmen an der jüngsten Bauausschusssitzung in Koldenbüttel ebenso teil, wie zahlreiche Einwohner. Im Mittelpunkt der Zusammenkunft stand der Tagesordnungspunkt vier: „Bericht zum Sachstand Gemeindezentrum Alte Schule – Beratung und Beschlussempfehlung zum weiteren Vorgehen“. Die Gemeinde hält nach wie vor daran fest, das alte Schulgebäude in ein Gemeindezentrum umzuwandeln. Doch um diesen kostenaufwendigen Plan in die Tat umzusetzen müssen Fördermittel generiert werden – und das erweist sich offensichtlich als äußerst schwierig.

Ausschuss-Vorsitzender Ludger Schmiegelt berichtete, dass er gemeinsam mit Koldenbüttels Vizebürgermeister Jörn Paul verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten und deren Bezuschussung abgeklopft habe. Dazu zählt auch die sogenannte GAK (Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz) 9.0. Hier wurden zu Kauf, Errichtung und Umbau sowie Innenausbau für Gemeinden bis zu 65 Prozent Zuschuss in Aussicht gestellt. „Da sind wir raus“, musste Paul einräumen. Doch es gebe noch die Möglichkeit über GAK 4.0. einen Zuschuss zu bekommen. „Es gibt derzeit aber keinen Planer, den wir beauftragen könnten, weil alle gut beschäftigt sind“, erklärte er. Frauke Vollstedt kritisierte, dass das erneute Planungskosten für die Gemeinde bedeuten würde. „Wir können doch nichts dafür, wenn die Förderanträge abgelehnt werden und in unserem Schulgebäude dadurch Leerstand ist“, erwiderte Wolfgang Pauls.

Schmiegelt äußerte sich sehr zufrieden über die bislang ergangene Hilfe bei der Antragsformulierung durch Joschka Weidemann von der ETS-GmbH: „Er hat uns da sehr unterstützt. Wir sitzen nun schon seit mehreren Monaten an der Angelegenheit.“ Joachim Kriegshammer: „Und wir müssen alles auf Kredit finanzieren – oder sollen wir alle anfangen, Lotto zu spielen?“ Paul gab zu bedenken: „Trotz guter Rücklagen macht es eher Sinn, für das Vorhaben einen zinsgünstigen Kredit mit 20 Jahren Laufzeit aufzunehmen, denn wir haben ja auch noch andere Vorhaben. Ich würde für eine Laufzeit von 20 Jahren plädieren.“ Das soll der Gemeindevertretung als Empfehlung vorgeschlagen werden. Entschieden werden soll auch über einen Antrag auf Bezuschussung durch die Aktivregion Südliches Nordfriesland. Im Raum stehen Baukosten von rund 863.000 Euro.

 

Weitere Themen:

Zu weiteren Themen der Sitzung zählte die Anfrage des Vereins Nordseelichter. Im Fokus steht dabei ein rund 2000 Quadratmeter großes Grundstück. Hier soll eine Wohnbebauung für Menschen mit Behinderungen ermöglicht werden. Das Konzept sieht vor, Wohnungen zwischen 35 und 50 Quadratmetern zu schaffen, die ihren Bewohnern ermöglicht, selbstbestimmt und dennoch unterstützt leben, um in familiärerer Umgebung gemeinsam alt werden zu können. Dazu sagte der Bürgermeister: „Die Gemeinde – hier der Bauausschuss – kann den heutigen „B-Plan 9 – Einzelhausbebauung“ nicht ohne Weiteres ändern, bemüht sich aber intensiv, hier Möglichkeiten zu schaffen.“

Die Koldenbüttler Gemeindevertretung kommt Dienstag, 9. Mai, in Reimers Gasthof zur öffentlichen Sitzung zusammen. Beginn ist um 19.30 Uhr. Auch hier wird über das Gemeindezentrum Alte Schule beraten. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem auch die Abwasserbeseitigung und die Benennung eines zweiten Mitgliedes des Schulleiter-Wahlausschusses.




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