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Frauenrunde in Friedrichstadt : Klönschnack zum Kaffee

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Zum 200. Mal fand jetzt das Friedrichstädter Frauenfrühstück statt. Am 2. September 1997 hatte es Premiere. Damals war es für arbeitslose und alleinerziehende Frauen gedacht, heute kommen überwiegend ältere.

Liebevoll gedeckte Tische mit Blumen und Kerzen sowie vielen Köstlichkeiten – das war der Rahmen für das 200. Frauenfrühstück in Friedrichstadt. Es ging außerordentlich fröhlich zu bei dieser Jubiläumsveranstaltung. Blumensträuße übergab Rosemarie Skrotzki seitens der Teilnehmerinnen an die Organisatorinnen. Auch Friedrichstadts frühere Bürgermeisterin Regine Balzer überreichte Blumen, „aber als Privatperson“, wie sie betonte. Die ehemalige und langjährige Landfrauen-Vorsitzende Anne Clausen trug heitere und besinnliche Geschichten vor. Schließlich hielt die Organisatorin dieser Veranstaltungsreihe – Barbara Ekelöf – einen längeren Rückblick. Tatkräftig unterstützt wurde sie dabei von Ulrike Hansen-Maurer, die seit März 2000 dieses Frühstück mitleitet.

„Das allererste Friedrichstädter Frauenfrühstück war am 2. September 1997“, erinnerte Barbara Ekelöf und nannte auch gleich den Grund dafür: „Else Jessen-Klingenberg wollte mit mir etwas für arbeitslose, alleinerziehende und sozialhilfeberechtigte Frauen unternehmen – so wurde die Idee geboren: miteinander essen, trinken, erzählen, zuhören, informieren, Schwierigkeiten besprechen, Lösungen suchen.“ Zuerst fand die Veranstaltung in den damals noch vorhandenen Räumen der Altenbegegnungsstätte statt. „Die Frauen, die wir ansprachen, sind sehr zögerlich zu uns gekommen,k zehn Brötchen haben immer gereicht“, erinnerte Ulrike Hansen-Maurer. Doch das änderte sich im Laufe der Jahre stark. Bis Mitte 2003 kamen „immer so zwischen zehn und zwölf Frauen“ – heute ist der Saal im Paludanushaus stets voll. Seit Januar 2005 ist dies der feste Veranstaltungsort. Die monatliche Miete in Höhe von 15 Euro trugen anfangs die Teilnehmerinnen, seit August 2008 zahlt sie die Stadt. „Im Laufe der Zeit haben sich die Besucherinnen und damit die Themen verändert“, machte die Leiterin deutlich. „Wir sind nicht mehr arbeitslose, alleinerziehende und sozialhilfeberechtigte Frauen – es kommen inzwischen Frauen, die nicht mehr ganz jung sind. Entsprechend haben sich die Themen der Vorträge gewandelt.“

Einige der heute erfolgreichen Projekte in der Stadt sind auf Initiative der Frauen des Friedrichstädter Frauenfrühstücks zurückzuführen: So gibt es seit vielen Jahren die Zeittauschbörse, das Essen in Gemeinschaft, Spiel und Spaß im Rathaus und das Stricken. „Und vielleicht fällt uns ja noch was Neues ein“, sagte Barbara Ekelöf. Dabei denkt sie beispielsweise an Kinobesuche.

Einen großen Dank gaben die beiden Leiterinnen an ihre Gäste zurück: „Das Friedrichstädter Frauenfrühstück ist nur deshalb so erfolgreich, weil ihr euch an jedem ersten Montag im Monat auf die Socken macht und ins Paludanushaus spaziert.“ Das nächste Treffen findet am Montag, 1. September, statt. Das Thema ist dann Sitzyoga, für Frauen, die nicht mehr ganz so beweglich sind.

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