Treff für Einheimische und Urlauber : Klönschnack und Musik im Dorf

Reges Treiben herrscht im Sommer immer donnerstags in der Dorfstraße.
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Reges Treiben herrscht im Sommer immer donnerstags in der Dorfstraße.

Das Straßenfest „Donnerstag im Dorf“ in St. Peter-Ording erfreut sich seit 25 Jahren großer Beliebtheit. Die Veranstaltungsreihe startet wieder am 3. Juli. Bis Anfang September gibt es jeden Donnerstag einen bunten Mix aus Kunsthandwerk, Musik und Kulinarischem.

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24. Juni 2014, 16:30 Uhr

Der Ordinger Strand, das Bad und das Gewerbegebiet – drei beliebte Anlaufstellen für Besucher St. Peter-Ordings. „Am Dorf fährt man vorbei“, sagt Harry Bresemann. Der Gastronom gehört zum Vorstand der IG Dorf, der Interessengemeinschaft des St. Peteraner Ortsteils – und damit zu denjenigen, die Bürger und Urlauber in diesen Bereich des Nordseebads locken wollen. Der „Donnerstag im Dorf“ ist eine dieser Aktivitäten – und zugleich die erfolgreichste. An zehn Tagen im Sommer – vom ersten Donnerstag im Juli bis zum ersten Donnerstag im September – laden die „Dörfler“ zum Straßenfest.

Tausende Menschen lassen sich vom Flair des Dorfs mit seinen vielfältigen Geschäften und gastronomischen Angeboten während der abendlichen Veranstaltungen begeistern. „Anfangs haben sich sämtliche Unternehmen vorgestellt und verschiedene Aktionen vor den Geschäften angeboten“, sagt Karsten Johst. Doch in den zurückliegenden 25 Jahren hätten sich nicht nur die Angebote, sondern auch die Ansprüche der Kunden geändert, weiß der Kaufmann, der in der Interessengemeinschaft den Posten des Kassenwarts inne hat. Mittlerweile sei der „Donnerstag im Dorf“ ein Kommunikationspunkt geworden – gleichermaßen für Gäste und Einheimische. Und nicht nur das: Die IG Dorf hat auch an Akzeptanz gewonnen, ist Ansprechpartner für Kommunalpolitik und Tourismus-Zentrale. Mit der Resonanz an den Veranstaltungen stieg auch die Zahl der behördlichen Auflagen. So musste die Interessengemeinschaft im vergangenen Jahr erstmals Sicherheitspersonal bereitstellen. „Das lief bestens“, resümiert Johst. „Zum einen waren wir stets vor Ort und somit ansprechbar, zum anderen konnten wir Konfliktsituationen entschärfen.“

In diesem Jahr wollen sich die Initiatoren vermehrt auf die Anfänge besinnen. Weniger ist mehr – weniger Stände, mehr Atmosphäre. Der IG-Vorstand, zu dem neben Harry Bresemann und Karsten Johst auch Donald Karow und Clemens Grosse gehören, möchte dadurch den Charme ihrer Veranstaltungen erhalten wissen. In der Olsdorfer Straße und der Dorfstraße werden in diesem Sommer also weniger Verkaufsstände aufgebaut sein – sich aber weiterhin die anliegenden Geschäfte präsentieren. Ändern wollen die „Dörfler“ allerdings nicht das musikalischen Rahmenprogramm. „Zugesagt haben bislang die Rainy City Stompers, das Duo Kugler & Waloschik, das Jugendblasorchester Rödemis, die Lundener Spielleute und der Rödemisser Spielmannszug“, sagt Organisator Clemens Grosse. Auch der Treckerclub Bredstedt hat sich für einen Donnerstag angekündigt. Außerdem sind Kinderflohmärkte geplant. Der Gesamterlös soll gespendet werden. Anmeldung bei Clemens Grosse, „Söök man too“, Dorfstraße 17, Telefon 04863/ 493333.

„Wir freuen uns auf die Veranstaltungen“, sagen Bresemann und Johst unisono. Schließlich würden nicht nur die zahlreichen Besucher von den Angeboten profitieren, sondern der gesamte Ort und nicht zuletzt das Dorf. So fließen die Überschüsse aller Veranstaltungen in Verschönerungsmaßnahmen in dem historischen Ortsteil. So wurde unlängst in die Weihnachtsbeleuchtung investiert. Jetzt denkt die IG Dorf darüber nach, einen Defibrillator anzuschaffen.


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