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Nordfriesland : Klinik-Zukunft: Entscheidung im Februar

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Entscheidung über die Zukunft der NF-Kliniken soll am 10. Februar 2017 fallen. Darauf hat sich die Kreispolitik verständigt. Die CDU setzt auf ein transparentes Verfahren.

Die Entscheidung über die Zukunft der nordfriesischen Kreis-Kliniken soll am 10. Februar 2017 fallen. Darauf haben sich die Fraktionen des Kreistages verständigt. Während die Klinik in Tönning bereits zum Jahresende 2016 geschlossen wird, sollen bis zum Februar-Termin noch offene Aspekte abgearbeitet werden, damit Kreistag und Gesellschafterversammlung des Klinikums Nordfriesland dann entscheiden können.

„Den zwischen den Fraktionen abgestimmten Zeitplan begrüßen wir“, erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende Manfred Uekermann am Wochenende. Die Klinik-Diskussion gehe in die entscheidende Runde: „Bei den anstehenden Entscheidungen muss mit Sorgfalt und Gründlichkeit vorgegangen werden“, sagte er. Die CDU-Fraktion will einer Mitteilung zufolge bis zum 12. Januar alle Informationen und Daten auswerten und offene Fragen sammeln.

Diese sollen dann im Rahmen eines Workshops erörtert und geprüft werden. Am 30. Januar werde dann öffentlich in einer gemeinsamen Sitzung des Haupt-, des Arbeits- und Sozial- sowie des Finanz- und Bauausschusses beraten, um eine Empfehlung an den Kreistag für die Gesellschafterversammlung zu erarbeiten.

Zuvor soll in den nächsten Wochen intensiv das Gespräch mit Vertretern der betroffenen Regionen in Nordfriesland gesucht werden. „Diese Beteiligung ist uns sehr wichtig und unerlässlich für das weitere Vorgehen. Anregungen und Argumente werden wir abwägen und in unsere Entscheidung einfließen lassen“, betont Manfred Uekermann.

„Dieser Zeitplan gewährleistet eine nochmalige gründliche Befassung und gibt Abgeordneten sowie der Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich ein detailliertes Bild zu machen. Nach wie vor ist es unser Ziel, die Gesundheitsversorgung in Nordfriesland in hoher Qualität für den gesamten Kreis sicherzustellen“, versichert der CDU-Fraktions-Vize Florian Lorenzen.

Klärungsbedarf gebe es noch im Zusammenhang mit den Sicherstellungszuschlägen für die Krankenhausversorgung im ländlichen Raum (wir berichteten). Auch von der Landesregierung erwartet die CDU klare Ansagen: „Im derzeit in Bearbeitung befindlichen Krankenhausbedarfsplan könnte sie notwendige Weichenstellungen für eine zukunftsfähige medizinische Versorgung im Kreisgebiet regeln“, macht Florian Lorenzen deutlich. Das Land bleibe bei dem Thema Sicherstellungszuschläge gefordert und bei den Investitionszuschüssen in der Pflicht, ihrer gesetzlichen Verantwortung gerecht zu werden. Mit dem Geschäftsführer des Klinikums Nordfriesland, Christian von der Becke, stimmt die CDU-Fraktion im Übrigen überein, „dass sich die Organisation unserer Krankenhäuser an die wirtschaftlichen, bundesweit geltenden Rahmenbedingungen anpassen muss“.

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erstellt am 12.Dez.2016 | 12:00 Uhr

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