Nordfriesland : Klinik Tönning vor dem Aus

Vertreter des Kreises Nordfriesland  und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO bei der Vorstellung des Klinik-Gutachten.
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Vertreter des Kreises Nordfriesland und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO bei der Vorstellung des Klinik-Gutachten.

Ein weiteres Klinik-Gutachten ist im Husumer Kreishaus vorgestellt worden. Empfohlen wird, das Krankenhaus in Tönning zu schließen und die Klinik Niebüll mit Hilfe von Land und Kassen ohne Abstriche weiterzuführen.

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03. März 2016, 12:30 Uhr

Um das finanziell angeschlagene Klinikum Nordfriesland zu retten, sollte die defizitäre Klinik in Tönning geschlossen werden. Das empfiehlt die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO dem Kreis Nordfriesland. Das Krankenhaus in Niebüll sollte demnach hingegen ohne größere Veränderungen weiterbetrieben werden. Da auch diese Klinik rote Zahlen schreibt, erwartet der Kreis Hilfe vom Land und den Krankenkassen in Form eines Sicherstellungszuschlages.

Der Kreistag Nordfriesland entscheidet am 23. März auch darüber, wie das Klinikum Nordfriesland mit seinen zurzeit vier Standorten in Husum, Wyk, Niebüll und Tönning mittel- bis langfristig weiterentwickelt werden soll. In den vergangenen Jahren sind dort insgesamt rund zwölf Millionen Euro an Defizit aufgelaufen. Mittel- bis langfristig sieht BDO folgende Optionen, um die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen: Entweder sollte ein starker Partner mit ins Boot geholt oder aber ein zentraler Klinik-Neubau für Nordfriesland in Bredstedt gebaut werden.

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