Für Reanimationsgerät : Klinik hofft auf Spenden

Mit Hilfe von Spenden hofft Dr. Heinz-Jürgen Schröder (2. v. re.), ein Reanimationsgerät beschaffen zu können. Mit dem Prototyp: Christian Volquardsen, Dr. Matthias Hoffmann und Christian Thoms (v.li.).
Mit Hilfe von Spenden hofft Dr. Heinz-Jürgen Schröder (2. v. re.), ein Reanimationsgerät beschaffen zu können. Mit dem Prototyp: Christian Volquardsen, Dr. Matthias Hoffmann und Christian Thoms (v.li.).

Zu Spenden ruft der Förderverein der Husumer Klinik auf. Es soll ein modernes Reanimationsgerät für das Herzzentrum Nordsee angeschafft werden. Die für solche Investitionen zur Verfügung stehenden Landesmittel sind bereits aufgezehrt.

shz.de von
10. Juni 2014, 16:00 Uhr

Ein Notfall: Ein Patient mit Atem- und Kreislaufstillstand muss zur Untersuchung in das Herzkatheterlabor der Husumer Klinik. Auf dem Weg dorthin wird er durch Herzdruckmassagen wiederbelebt. Während der Patient für die Untersuchungen im Krankenhaus umgelagert wird, führt medizinisches Fachpersonal die kraftaufwendigen Herzdruckmassagen fort. Dabei ist das Laborpersonal an der Röntgenanlage trotz Schutzwesten einer Strahlenbelastung ausgesetzt, erklärt der Leiter des Herzzentrums Nordsee, Dr. Matthias Hoffmann. Diese Situation soll nun verbessert werden.

Mit Hilfe eines modernen Reanimationsgerätes soll die Qualität der Patientenversorgung gesteigert, das Personal entlastet und die Strahlenbelastung für Krankenhausmitarbeiter reduziert werden. Der Förderverein der Klinik Husum ruft deshalb zu Spenden für das 16.000 Euro teure medinzinisch-technische Gerät auf, das vor allem in der Notambulanz und im Herzzentrum benötigt wird. „Die Therapie lässt sich beispielsweise nach Gewicht und Größe individuell auf den Patienten abstimmen“, erläutert Christian Thoms von der Firma Hesto-Med Nord anhand des Prototyps „corpuls cpr“. Das Gerät sei mit wenigen Handgriffen einsatzbereit und ermögliche einen freien Zugang zum Oberkörper des Patienten, wodurch Diagnose und Therapie auch bei laufender Reanimation möglich sind. „Solche Systeme sind eine unglaubliche Erleichterung für unsere Arbeit im Herzkatheterlabor und für Transporte im Haus“, weiß Dr. Matthias Hoffmann auch aus seiner Arbeit am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

„Leider sind die vom Land bereit gestellten Investitionsmittel in diesem Jahr bereits für andere wichtige Anschaffungen aufgezehrt, so dass der Förderverein der Klinik mit einer möglichst großen Spenderschar unterstützen möchte, um das Gerät für die Kardiologie schnellstmöglich beschaffen zu können“, appelliert Fördervereins-Vorsitzender Dr. Heinz-Jürgen Schröder an Bürger, Vereine, Organisationen und Einrichtungen.

Ein großes Anliegen des früheren Leiters der Chirurgischen Abteilung in Husum ist es darüber hinaus, eine breitere Unterstützung durch neue Mitglieder im Förderverein zu gewinnen. „Viele denken, nur kleine Kliniken brauchen einen Förderverein.“ Aber auch die Husumer Klinik brauche den Rückhalt. „Wir bekommen vom Land Schleswig-Holstein eine Pauschale für Investitionen, die nicht ansatzweise die Höhe hat, in der wir sie eigentlich bekommen müssten“, bekräftigt der Verwaltungsleiter des Klinikums, Christian Volquardsen, die Bedeutung des Fördervereins.

Spenden erbittet der Förderverein Klinikum NF auf das Konto mit der Nummer IBAN DE35 2175 0000 0000 0032 77 bei der Nord-Ostsee-Sparkasse. Spendenbescheinigungen können ausgestellt werden.

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