Klimawandel

shz.de von
11. Mai 2013, 03:59 Uhr

Macht sich der globale Klimawandel nun auch in unseren Breiten bemerkbar? Der April war knochentrocken. Und er war nur einer in einer ganzen Reihe in den vergangenen zehn Jahren, in der die Natur unter dürren Verhältnissen zu leiden hatte. Eine Tierart, die davon besonders betroffen ist, ist die Trauerseeschwalbe, sagen Naturschützer. Sie hat auf Eiderstedt einen ihrer letzten Lebensräume im Land, steht dort sogar unter dem Schutz der EU. Sie braucht Fische, um ihre Jungen zu füttern. Aber viele Gräben auf der Halbinsel führen im Frühjahr kaum Wasser - und Fische daher schon gar nicht. Daher fordern Naturschützer seit Jahren, dass die Wasserstände angehoben werden. Doch dem stehen die Interessen der Landwirte gegenüber, die im Frühjahr ihre Felder bearbeiten wollen. Unüberwindbar scheint dieser Konflikt zu sein. Und die Leidtragende ist die Trauerseeschwalbe. Sie benötigt dringend einen anderen Klimawandel - nämlich den im Verhältnis zwischen Naturschutz und Wasserwirtschaft auf Eiderstedt.

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