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Deichschau : Klimadeich für den Winter gerüstet

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Fachleute überprüfen den Küstenschutz in den Bereichen Nordstrand und Husum-Nord. Das Deckwerk des Jahrhundertbauwerks Klimadeich ist rechtzeitig fertig geworden.

„Die Deiche auf Nordstrand sowie vor dem Husumer Dockkoog und Porrenkoog befinden sich in einem sehr guten Unterhaltungszustand“ – so das Fazit von Baubetriebsleiter Dieter Schultz sowie den Beteiligten der Deichschau in den Bereichen der Deich- und Hauptsielverbände Nordstrand und Husum-Nord. Sie hatten die rund 50 Kilometer lange Deichstrecke auf Nordstrand und dem Festland in Augenschein genommen. Dabei stand im Mittelpunkt die Sichtung der Arbeiten zur Deichverstärkung im Alten Koog auf Nordstrand.

Projektleiter Dirk Probst vom Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) resümierte: „Das Deckwerk ist rechtzeitig vor dem Winter fertig geworden.“ Dabei ging es um den Bauabschnitt vom Norderhafen bis zum Hafenbereich Strucklahnungshörn. Die Bereiche vom Kiefhuck bis zum Norderhafen waren bereits im vergangenen Jahr geschafft worden. Dort werden nun die Wege, Verweilzonen mit den Sitzflächen sowie die Beleuchtung hergerichtet – jedenfalls so lange es die Witterung erlaubt.

Im kommenden Frühjahr wird das Gebäude der ehemaligen Gaststätte „Op de Diek“ am Hafen Strucklahnungshörn abgerissen. Das LKN hatte zur Auflage gemacht, dass das Bauwerk zugunsten der Sicherheit nicht Bestandteil des Deichkörpers sein darf. In Abstimmung zwischen LKN und der Gemeinde Nordstrand wird danach eine neue Treppe als Übergang vom Parkplatz zum Hafenbereich geschaffen (wir berichteten). Ende Oktober 2016, so der Plan, soll das Jahrhundertbauwerk stehen. Damit wäre dann Schleswig-Holsteins modernster und technisch anspruchsvollster Deich, zugleich Klimaschutzdeich mit einer Höhe von 8,70 Metern und einem geplanten Investitionsaufwand von rund 27 Millionen Euro, geschaffen. Die direkt betroffenen Anlieger waren bereits in einer Info-Veranstaltung im vergangenen Monat über alle Details informiert worden. Mit von der Partie waren neben Vertretern des LKN, der Stadt Husum, des Kreises Nordfriesland und der Bundeswehr auch die Oberdeichgrafen Kurt Maart (Nordstrand), Hans Friedrichsen (Husum-Nord), Bürgermeisterin Ute Clausen (Elisabeth-Sophien-Koog), Bürgermeister Werner-Peter-Paulsen (Nordstrand) sowie Wehrführer Dirk Peters (Nordstrand).

Dr. Johannes Oelerich, Direktor vom LKN, betonte, dass man angesichts der Zufriedenheit über den gut voranschreitenden Bau des neuen Deichs auf Nordstrand keineswegs die anderen Abschnitte vergessen dürfe, um die sich das ganze Jahr über mit großer Sorgfalt die Mitarbeiter des Landesbetriebes kümmerten. Daher sei eine Deichschau wichtig. Das Ergebnis habe gezeigt, dass jeder seine Hausaufgaben gemacht habe.

Am Süderhafen-Siel hatte sich die Kommission davon überzeugt, dass die Tore voll funktionsfähig sind. Auch die Lahnungen vor den Deichen rund um Nordstrand sind gut in Schuss. Das in den vergangenen Jahren aufgetauchte Problem, dass Schafe an der Badestelle Fuhlehörn in den für die Badegäste vorgesehenen eingezäunten Bereich hineinkommen konnten, wurde mittlerweile durch Setzen eines Zaunes, der weiter in das Wattgebiet geht, behoben. Oberdeichgraf Hans Friedrichsen erinnerte die Runde an die als nächstes vorrangig zu berücksichtigende Verstärkung des Mitteldeiches im Husumer Porrenkoog. Dort habe nach seiner Meinung Sicherheit Vorrang vor touristischen und wirtschaftlichen Interessen der Stadt Husum. „Wir sind in Kooperation mit allen Beteiligten auf einem guten Weg“, erklärte Dr. Oelerich. Es seien Arbeitsgruppen tätig, die alle Belange sauber abarbeiten.

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