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Kinder-Ferienprojekt Lüttsum : Kleine Stadt im großen Museum

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das Husumer Ferienprojekt Lüttsum von Nissenhaus und dem Kinder- und Jugendforum Biss wird sehr gut angenommen – am Freitag ist die Abschlussparty.

Um zehn Uhr beginnt der Tag in Lüttsum. Die rund 50 kleinen Bürger zwischen sieben und zwölf Jahren der Kinderstadt treffen sich im Lesezelt und besprechen, welchen Beruf sie heute ausüben möchten: als Gärtner den Blumenschmuck richten, sich als Wirt um das Mittagessen kümmern, als Schneider
T-Shirts gestalten oder als Journalisten etwas über die Ereignisse des Tages berichten? In der ersten Woche waren die meisten noch Architekten, Zimmerleute und Maler, denn die Häuser der Stadt mussten ja erst einmal gebaut werden. Als „Assistent“ stand ihnen dabei Zimmermann Christian Gehlsen von der Firma Haselund-Holzhäuser, dem Spender der Spielbauten, tatkräftig zur Seite.

Nach der Arbeit gilt es, sich Stempel zu holen. Für jede halbe Stunde gibt es einen Stempel in den Bürgerpass – und für zwei Stempel gibt es einen Taler. Im Rathaus kann man sich die verdienten Taler auszahlen lassen und sich im Lädchen etwas dafür kaufen. Es gibt Süßigkeiten, Poster, Bücher, Kino-Gutscheine, Kettenanhänger und vieles mehr. Selbstverständlich kann das Geld auch auf die Bank gebracht werden, wenn man auf etwas Größeres wie einen Fußball spart. „Wir danken allen Husumer Unternehmen, die uns die Sachspenden zur Verfügung gestellt haben“, sagt Franziska Horschig, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Nordsee-Museum/ Nissenhaus. Gemeinsam mit dem Biss – dem Kinder- und Jugendforum der Stadt – organisiert sie das Ferienprojekt.

Um zwölf Uhr liefert Schlachter Kinsky das Mittagessen. Die anschließende Pause verbringen die meisten Lüttsumer auf dem Wasserspielplatz, betätigen sich als Verkäufer in einem der Häuser oder lassen sich mit Piet und Paula fotografieren. Die beiden Maskottchen der Kinderseite der Husumer Nachrichten waren auch schon zu Gast in Lüttsum.

Nachmittags geht es mit der Arbeit weiter, bis um 15 Uhr Besuch aus der Nachbargemeinde Husum kommt. Eltern, Geschwister, Oma und Opa kommen nach Lüttsum, wo sie die Arbeit des Tages bewundern können. Und ein Husumer Promi liest aus seinem Lieblingsbuch vor. Wie zum Beispiel Dr. Uwe Haupenthal, der Direktor des Nordsee-Museums, der die Geschichte von Michel in der Suppenschüssel von Astrid Lindgren vorträgt.

„Wir sind begeistert, wie gut die Kinder das Ferienprojekt annehmen“, sagt Bernd Biermann, Stadtjugendpfleger im Biss. Auch wenn das Wetter in der ersten Woche nicht ganz mitspielte, ließen sich die Kinder nicht beirren. „Sie waren die ganze Zeit draußen und haben gespielt und gearbeitet“, so Franziska Horschig. „Wir sind mit dem Häuserbau trotzdem etwas in Verzug geraten und mussten in die Museumswerkstatt ausweichen.“

Ein Höhepunkt für die kleinen Teilnehmer war unter anderem die Führung hinter die Kulissen des Museums. „Wir haben geheime Gänge und alte Zeitungen gesehen“, erzählt der siebenjährige Jason begeistert. Gearbeitet hat er als Maler. „Wir haben die Häuser gestrichen und auf dem Spielplatz gespielt. Das war das Beste. Ich hab mir schon eine Kinokarte im Lädchen gekauft. Jetzt spare ich, weil ich eine Kette für meine kleine Schwester haben will.“

Jasper (10) und Paul (11) schreiben als Journalisten für die „Lüttsumer Nachrichten“. Es gibt aber auch Radio-Journalisten. Ihre Live-Sendung wird morgen von 13 bis 14 Uhr im Offenen Kanal Westküste gesendet (Husum: 98,8 UKW). Am Freitag, 7. August, steigt dann die große Abschluss-Party, bei der auch die Stadthäuser von Lüttsum versteigert werden. Die Angebote können direkt in der Kinderstadt abgegeben werden.

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