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Bauprojekte in Husum : Kleikuhle: Hier soll sich endlich etwas tun

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Kleikuhle soll schöner werden: Doch das geht nicht ganz so einfach, wie es sich die Anwohner gedacht haben.

von
erstellt am 18.Mai.2016 | 10:00 Uhr

Es ist – wie so vieles in Husum – leider auch wieder eine fast unendliche Geschichte: die Gestaltung der Kleikuhle und ihres Umfelds. Darauf wies auch CDU-Stadtverteter Lothar Pletowski in – nach eigener Ansicht – „polemischer Form“ hin: „Als ich in die Politik ging, war Ursula Belker Bürgermeisterin und sah dieses Thema als vordringlich an. Dann kam Rainer Maaß und versprach, es zur Chefsache zu machen. Jetzt ist Uwe Schmitz am Ruder“, zählte er auf. Und schloss: „Passiert ist aber gar nichts.“ Das soll sich jetzt ändern, denn der Bauausschuss beschloss die Installation eines Runden Tisches, der sich mit der in Husum doch recht prominent gelegenen Ecke beschäftigen soll – „und in dem alle vertreten sind: Politik, Verwaltung, Anlieger, Denkmalschützer und die Öffentlichkeit“. Aber erst nach der Sommerpause.

Vorangegangen war eine heftige Diskussion über den von der CDU unterstützen Vorschlag der Anlieger, in eigener Regie – und auf eigene Kosten – eine Verschönerung vorzunehmen. Für Kinder, so deren Idee, könne in der Mitte des Platzes ein Holzschiff aufgestellt werden, ergänzt durch weitere Spielgeräte. Strandkörbe und andere Sitzgelegenheiten würden zum Verweilen einladen. Und alles solle auf sandigem Untergrund stehen. Das, so die CDU, sei doch ein hervorragendes Beispiel dafür, wie der Gedanke „Was kann ich für meine Stadt tun?“ umgesetzt würde.

Dieser Plan allerdings fiel recht schnell der normativen Kraft des Faktischen zum Opfer, sprich: Das geht so gar nicht, weil rechtliche Gründe es nicht zulassen. „Das ist ein öffentlicher Platz und daher kann er nicht allein in die Obhut der Anwohner gegeben werden“, so Jörg Schlindwein von der Bauverwaltung. „Was ist denn, wenn sich ein Kind bei der Benutzung der Spielgeräte verletzt? Dann haftet die Stadt. Und die Denkmalschützer haben bei der Frage der Gestaltung auch ein Wörtchen mitzureden.“ Zudem sei der Bereich auch anderweitig verplant, zum Beispiel während der Hafentage, während der dort eine Bühne stehen wird.

Dass die Kleikuhle ein Aushängeschild für die Stadt sei, das den Reisenden auf dem nördlich von Husum gelegenen Teil der Marschbahn präsentiert werde, darüber waren sich die Politiker aller Fraktionen einig. Darüber, dass Handlungsbedarf besteht, auch. Und dass die Bauverwaltung bei der derzeitigen Personalsituation nicht mit neuen Aufträgen überhäuft werden dürfe, war ebenfalls unstrittig. „Vielleicht können wir Politiker das ja ,außerparlamentarisch‘ ohne Planungsgruppe stemmen und die Arbeit so der Verwaltung abnehmen“, schlug Bürgervorsteher Peter Empen vor. Schließlich habe man ja bei entsprechenden Workshops schon Erfahrungen gesammelt. Die Gründung des gemeinsamen Runden Tisches fand am Ende dann aber mehr Rückhalt.

 


Die beiden Baustellen

Mehr oder minder konkrete Pläne gibt es für die zwei derzeit unbebauten Grundstücke Westerende / Ecke Wasserreihe: Das linksseitige Grundstück, das momentan von Anwohnern als Parkplatz genutzt wird, gehört Gerhard Loof, dem Besitzer und Betreiber des ebenfalls an der Kleikuhle gelegenen Fischhauses. Er will dort ein Wohngebäude errichten lassen. Läuft alles nach Plan, wird noch in diesem Jahr der Bauantrag eingereicht, die Arbeiten sollen dann spätestens 2017 beginnen. Die Pläne für das gegenüber liegende Grundstück sind noch nicht ganz so weit gediehen: Dort, wo bis vor drei Jahren noch der Friesenkrog stand, wuchert hinter dem Bauzaun das Unkraut. Die Eigentümer, die ihre Namen nicht in der Zeitung lesen wollen, planen nach eigenen Angaben dort den Bau eines Wohn- und Geschäftshauses. Bisher habe sich aber kein Mieter für die rund 200 Quadratmeter große Geschäftsfläche gefunden. Und so lange sich keiner finde, wolle man mit dem Bau nicht starten, sagen sie.

 

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