Bläserkonzert in Langenhorn : Klanggewaltiger Auftritt

137 Bläser aller Altersklassen geben ein außergewöhnliches Konzert.
137 Bläser aller Altersklassen geben ein außergewöhnliches Konzert.

Das Abschlusskonzert nach dem Workshop mit den Harmonic Brass bringt die Langenhorner St.-Laurentius-Kirche zum Beben.

shz.de von
07. August 2018, 16:00 Uhr

„Klassisch bombastisch“ hieß zwar das Motto des Abschlusskonzertes des mittlerweile 16. Internationalen Bläserworkshops in Langenhorn, doch auch die leichte, beschwingte Musik hatte ihren Platz. Mit dabei waren die Mitglieder des renommierten Blechbläserquintetts Harmonic Brass aus München sowie 137 Bläser aller Altersklassen aus Deutschland, Belgien, Österreich, Frankreich und Südafrika.

Versehen mit einer Prise Humor, die den Vollblutmusikern Elisabeth Fessler (Trompete), Hans Zellner (Trompete), Thomas Lux (Posaune), Manfred Häberlein (Tuba) und Andreas Binder (Horn) ohnehin eigen ist, gab es für die Zuhörer in der vollbesetzten St. Laurentius-Kirche viele musikalische Schmankerl. In kleinen Ensembles oder mit dem gesamten Orchester brachten sie klanggewaltig zu Gehör, was sie dank des schwülen Sommerwetters an fünf schweißtreibenden Tagen bei den Profis in den Räumen der Langenhorner Friedrich-Paulsen-Schule gelernt hatten.

Zwei Stunden abwechslungsreiche Musik vom Feinsten vergingen wie im Fluge. Nach einem festlichen Einstieg mit Präludium und Fuge von Alt-Meister Johann Sebastian Bach ging es mit einem Klassiker weiter, nämlich ausgerechnet dem Stück „Winter“ aus den „Vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi. „Wir haben zwar noch nicht Winter, aber er kommt. Stellen Sie sich doch einfach mal musikalisch darauf ein“, erklärte Moderator Andreas Binder grinsend. Locker ging es mit „Pink Panther“ von Henry Mancini, vorgetragen von den jüngsten Teilnehmern, weiter, bis hin zu „Rocking Power“, einem Arrangement von Eric Claptons Hits. Aber auch Andrew Lloyd Webbers „Phantom der Oper“ und „Jesus Christ Superstar“ fanden Platz im Programm. In der Ballade „Amazonia“ von Peter Graham glänzte Susanne Autzen mit einem Solo. Dass Mitglied Manfred Häberlein sehr gelenkig ist, bewies er beim Lied „Kalinka“. Mit einem Workshop-Teilnehmer tanzte er zwischen den Bankreihen perfekt den Kosakentanz „Kasatschok“. Höhepunkte waren die eindringlich vorgetragene Ouvertüre 1812 von Peter Tschaikowsky und Richard Wagners berühmter Pilgerchor. Lang anhaltender Beifall war am Ende der Lohn.

Mit von der Partie als Dozent war der Franzose Philippe Wendling (Tuba). Die Unterrichtstage, seien zwar anstrengend gewesen, aber sehr fruchtbar. „Die Workshops sind für mich wie nach Hause kommen. Viele Freundschaften unter Musikern und Einwohnern Langenhorns haben sich schon entwickelt. Sie sind auch für mich bereichernd“, ergänzte Andreas Binder. Daher gebühre den Organisatoren Susanne und Ernst-August Autzen großer Dank. Und Autzen selbst dankte den vielen freiwilligen Helfern. Das Projekt wäre ohne ihre Unterstützung nicht umzusetzen. Daher werde er gern um der Sache willen weitermachen.

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