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Kitesurf-Masters in St. Peter-Ording : „Kiten gehört einfach nach St. Peter“

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Am 9. August beginnen die Kitesurf Masters in St. Peter-Ording. Neben dem Sport gibt es viel Unterhaltung. Wilde Partys und Wagenburgen am Strand sind allerdings verboten.

Der Sommer lässt zwar weiter auf sich warten, doch die Kitesurfer dürfen sich für ihre Deutschen Meisterschaften in St. Peter-Ording auf gute Windbedingungen freuen. Die verspricht jedenfalls der Wetterbericht. Der sportliche Höhepunkt im Veranstaltungsreigen des Badeorts beginnt am Mittwoch (9. August). Bis Sonntag (13. August) werden die besten deutschen Wassersportler zeigen, was sie im Slalom, Racing und Freestyle draufhaben. St. Peter-Ording ist der letzte Stopp und das Finale der Kitesurf Masters nach Usedom, Sylt, Norderney und Heiligenhafen. „Das heißt, wir werden hier auch deutsche Meister küren“, sagt Matthias Regber vom Veranstalter Choppy Water, der zum zweiten Mal St. Peter-Ording mit seinem riesigen Strand für die Kitesurf Masters ausgewählt hat.

Neben dem sportlichen Wettbewerb mit seinen spektakulären Sprüngen gibt es auch ein Rahmenprogramm. „Dazu gibt es wieder ein großes Testival, wo die Besucher vieles ausprobieren können“, erklärt der Organisator. Links des Wassersportcenters präsentieren sich zahlreiche Marken. Rechts davon finden die Kite-Wettkämpfe statt. „Sportler kommen aber meist nicht alleine, sondern mit ihren Familien. Deswegen schaffen wir ein Rahmenprogramm für die anderen“, so der Veranstalter. Und natürlich für alle Strandbesucher. Das Wort „Party“ sei bei der Bewerbung für St. Peter-Ording bewusst nicht gefallen. Im vergangenen Jahr war um 22 Uhr an allen Tagen Eventende. „In diesem Jahr kam die Gemeinde mit der Bitte auf uns zu, abends noch ein bisschen länger Programm zu machen“, sagt Regber. Theoretisch wäre das auch bis 2 Uhr gegangen: „Wir haben uns aber bewusst dagegen entschieden.“ Die Musik wird in der Woche um 22 Uhr abgedreht, am Wochenende um 0 Uhr. „Zum Kite-Event gehört natürlich auch ein bisschen Beachlife“, sagt die stellvertretende Tourismus-Chefin Constanze Höfinghoff. „Aber es geht eher darum nach dem Wettkampf den Tag gemütlich bei einem Drink und Musik ausklingen zu lassen.“ Wilde Partys am Strand sind aber absolut tabu und werden nicht toleriert. Die Besucher werden gebeten, den Parkplatz am Strand bis eine Stunde nach Veranstaltungsende zu räumen. Auch die Ausrede, man sei nicht mehr fahrtüchtig, werde nicht durchgehen, betont Höfinghoff: „Es gibt ein Taxi-Unternehmen, das kommt mit zwei Fahrern und bringt Gast und Fahrzeug gemeinsam nach Hause.“ Auf dem Parkplatz müssen die Fahrzeuge in einer Reihe geparkt werden, um auch eine weitere unliebsame Erscheinung des Kitesurf World Cups, der von 2005 bis 2015 in St. Peter-Ording stattfand, zu verhindern: „Das Bauen von Wagenburgen ist nicht erlaubt. Die Bereiche sollen einsichtig bleiben“, erklärt Constanze Höfinghoff. Auch das Abspielen von Musik ist nur in Zimmerlautstärke erlaubt. Es gelten die normalen Strandregeln – wie immer.

Höfinghoff ist dankbar, dass sich die Inhaber des Wassersportzentrums H2O sehr kooperativ zeigen. Das Event findet größtenteils auf deren Trainingsgelände statt. „Wir müssen mit unserem Schulbetrieb 600 Meter weiter wandern“, erklärt Hein Jeve. Natürlich sei das umständlich – gerade für die Schüler. Nach dem Umziehen am Wassersportcenter müssen sie mehr als einen halben Kilometer durch den Sand laufen. Dennoch freut sich Jeve auf das Kite-Event. „St. Peter-Ording ist einer der besten Spots in Deutschland“, ist er überzeugt. Gerade durch die Tide habe man hier zum einen Welle, aber auch Flachwasser in den Prielen, wenn das Wasser gerade abläuft.Das sei der besondere Reiz für die Sportler. Natürlich bringe eine solche Veranstaltung auch PR mit sich – für den Kitesport und für den Ort, ist der St. Peter-Ordinger überzeugt. „Wenn das Event so schön klein und ruhig bleibt wie im vergangenen Jahr, dann ist alles gut“, so der Teilinhaber des H2O.

„Ich kann nur immer wieder an die Gäste appellieren: Wenn ihr nach wie vor so tolle Events wie die Deutschen Kitesurf Masters hier erleben wollt, dann haltet euch an die Regeln“, sagt Höfinghoff. „Es wird immer wieder gesagt, dass wir hier den Hotspot für Kitesurfer haben. Es wäre schade, wenn ein paar Party-Leute das versauen würden. Kiten gehört einfach nach St. Peter-Ording.“

Davon ist auch der Veranstalter überzeugt. Das Event hier auszutragen sei zwar kosten- und zeitaufwendiger, weil die Infrastruktur wie Wasser und Strom komplett an den Strand gebracht werden müssen. „Aber das Flair ist einmalig. Das gibt es nirgendwo sonst in Deutschland – vielleicht sogar auf der Welt“, schwärmt Regber.

Weitere Info unter www.kitesurf-masters.de.

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erstellt am 09.Aug.2017 | 08:00 Uhr

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