Viöl: Kita-Planung verzögert sich : Kita-Planung neu überdacht

Die Brücke über die Eckstockau soll erneuert werden.
Die Brücke über die Eckstockau soll erneuert werden.

Die Viöler Gemeindevertreter wollen den geplanten Standort noch einmal überdenken. Diskutiert wurde auch über die Straße nach Norstedt, die für zwei Monate gesperrt werden soll.

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15. April 2018, 09:00 Uhr

Eigentlich hätten an diesem Abend die Änderung des Flächennutzungsplans und der Bebauungsplan Nr. 27 für die geplante Kindertagesstätte in Viöl beschlossen werden sollen – doch es kam anders: Aus den Reihen der Gemeindevertreter kamen in der jüngsten Sitzung leise Zweifel darüber auf, ob das Vorhaben in dieser Form der richtige Weg für die Zukunft ist.

So hinterfragte Ingrid Carstensen den für den Kita-Neubau angedachten Standort zwischen Kirchenweg und Lundackerweg: „Warum kann der Kindergarten nicht auf dem bisherigen Gelände neu gebaut werden?“ Der Platz dafür sei da, sofern man die Fläche des Spielplatzes und der kaum noch genutzten Skaterbahn mit einschließen würde. „Diese Alternative stand bei uns im Bauausschuss noch nicht zur Diskussion“, sagte Armin Grünberg und berichtete, dass man dort bis dato lediglich den von den Planern favorisierten Vorschlag auf der Wiese schräg gegenüber zu sehen bekommen habe. Bedenken äußerte Carstensen hinsichtlich des landwirtschaftlichen Betriebes, dessen Flächen an die der Kita grenzen würden. Dies könnte die künftigen Entwicklungsmöglichkeiten des Hofes einschränken. Schließlich verständigte man sich darauf, die notwendigen Beschlüsse zu vertagen, bis die Bodenuntersuchungen abgeschlossen sind und das in Auftrag zu gebende Geruchsgutachten vorliegt. Gegebenenfalls soll zu diesem Zweck noch eine Gemeinderatssitzung einberufen werden.


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In seinem Bericht als Bürgermeister informierte Heinrich Jensen darüber, dass der Bauernmarkt in diesem Jahr am 27. Mai stattfinden wird und dass im Rahmen dieser Veranstaltung auch die Proklamation der Lammkönigin geplant ist. Der Grund dafür ist, dass es in diesem Jahr keinen Lämmerball geben wird, auf dem diese Zeremonie sonst immer stattgefunden hat.

Aus dem Kultur-, Sport- und Jugendausschuss berichtete Diana Kowitz, dass der Dörpsnamiddag im August erstmals in Kombination mit der Wiesenfete auf dem Gelände am Tukamp stattfinden soll. Jensen äußerte seine Bedenken gegen diese Pläne, weil diese außerhalb gelegene Fläche für ältere Mitbürger nicht fußläufig erreichbar sei. Kowitz stellte für diese Fälle einen Shuttle-Service in Aussicht.

Der Bürgermeister informierte darüber, dass die Brücke über die Eckstockau auf der Landstraße L 128 im September erneuert werden soll und die Verbindungsstraße nach Norstedt beziehungsweise Bredstedt daher mindestens für zwei Monate gesperrt sein wird. Da es an dieser Stelle keine direkten Umwegmöglichkeiten gibt und zudem zu der Zeit die Maisernte ansteht, blickt der Gemeinderat der Sperrung mit gemischten Gefühlen entgegen. Dass die Brücke, deren Straßendecke marode ist, gemacht werden muss, steht außer Frage.

Der Amtskämmerer Matthias Möhrke berichtete, dass man mit den Jahresabschlüssen jetzt „fast gerade vor“ sei: Die sich aufgrund der Doppik-Einführung in den letzten Jahren „aufgetürmten“ Abschlüsse seien inzwischen weitestgehend abgearbeitet. Für Viöl stellte er den Jahresabschluss für 2016 mit einer Bilanzsumme von fast 12,7 Millionen und einem Überschuss von rund 294.705 Euro vor. Dieser soll nun mit mehr als 106.000 Euro der allgemeinen Rücklage und mit rund 187.000 Euro der Ergebnisrücklage zugeführt werden. „Das war ein relativ gutes Jahr mit einem gesunden Abschluss“, sagte Möhrke.

Armin Grünberg forderte einen sensibleren Umgang mit dem Baumbestand der Gemeinde. In den vergangenen Jahren seien Bäume zu stark gekappt worden. Dies sei aber nicht nur durch Gemeindearbeiter, sondern zum Teil auch durch Bürger geschehen, die sich auf eigene Faust an das Beschneiden der Bäume vor ihren Häusern gemacht hätten, berichtete Jensen. Dem Antrag der Schützengilde auf einen Zuschuss von 3000 Euro für die Fassadenerneuerung des Schützenheims nach einem Holzwurmbefall stimmte der Gemeinderat ebenso zu, wie der Auftragserteilung über neue Antriebe für die drei Sektionaltore im Feuerwehrhaus und ein Tor am Bauhof.
















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