Olderup : Kita-Anbau wird später fertig

Pastorin Heike Braren (li.) begrüßt die Gäste im Altbau.
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Pastorin Heike Braren (li.) begrüßt die Gäste im Altbau.

Statt einer Einweihungsfeier gab es in Olderup ein Dicht-Fest. Noch fehlen in den neuen Räumen die Bodenbeläge, Türen und die Ausstattung.

shz.de von
28. August 2018, 14:25 Uhr

Eigentlich sollte es eine Einweihungsfeier für den Anbau an den Evangelischen Kindergarten Olderup werden, doch sie wurde kurzerhand in ein Dicht-Fest in kleinerer Runde umfunktioniert.

Weil es zu Verzögerungen während der Planungs- und Bauphase gekommen war, konnten die Innenarbeiten nicht rechtzeitig zum angesetzten Termin fertig gestellt werden. Es fehlen für die gut 80 Quadratmeter großen Räumlichkeiten noch die Bodenbeläge auf dem inzwischen durchgetrockneten Estrichboden der künftigen Mensa sowie die Türen und Beläge für den jeweils angrenzenden Aufenthalts- sowie Technik- und Abstellraum – inklusive jeweiliger Ausstattung. In der kommenden Woche soll mit den Restarbeiten begonnen werden.

Mit von der Partie waren neben der seit Juli aktiven neuen Leiterin Kirsten Thomsen-Kirsch auch alle 15 Mitarbeiterinnen sowie Pastorin Heike Braren als Vertreterin der Kirchengemeinde Olderup – sie ist Trägerin der Einrichtung. Weitere Gäste: Olderups Bürgermeister Thomas Carstensen auch seine Amtskollegin Silke Clausen (Arlewatt), Michael Hansen (Horstedt), Schulverbandsvorsteher Timo Jensen, der Vorsitzende des Kindergartenausschusses, Hans Otto Christiansen, sowie Gemeinde- und Elternvertreter.

„Wir sind dankbar, dass wir so weit gekommen sind“, erklärte Heike Braren. „Schon vor über einem Jahr haben wir angesichts des steigenden Bedarfs in den Osterdörfern festgestellt, dass die Räume nicht mehr ausreichen. Der Bewegungsraum musste provisorisch und übergangsweise als Essensraum dienen, weil immer mehr Kinder Bedarf an Betreuung bis in die Nachmittagsstunden hinein, verbunden mit einer warmen Mahlzeit, hatten.“ Es sei gut dass es nun vorangehe.

Olderups Gemeinde-Chef ging in seinen Grußworten auf den Grund der Verzögerung ein. Es habe nicht an den am Bau beteiligten Firmen gelegen, sondern Probleme hätte es in der Planung gegeben. „Ursprünglich wollten wir in unserer neuen Mensa auch eine Küche installieren, was pädagogisch sinnvoll gewesen wäre. Die Kinder sollten gezielt an das Thema Nahrungsmittel und den Umgang damit herangeführt werden.“ Die behördlichen Auflagen und die Hygienevorschriften aber seien zu groß gewesen. Zusätzliche Maßnahmen hätten das Bauvorhaben extrem verteuert. „So kommen wir auf eine Investitionssumme von rund 130.000 Euro, die wir uns mit allen drei Gemeinden und dem Schulverband teilen“, so Carstensen.

Die neue Leiterin Kirsten Thomsen-Kirsch nutzte die Gelegenheit, sich vorzustellen: „Dank der Hilfe des Teams und meiner Vorgängerin, nicht zuletzt der Eltern, kann ich sagen, dass ich angekommen bin. Es macht Spaß, hier zu arbeiten, wo die so gern von mir gesprochene plattdeutsche Sprache Teil des Konzeptes ist und von allen im Kindergartenalltag gelebt wird.“ Die gebürtige 50-jährige Erzieherin aus Löwenstedt sammelte Berufserfahrungen in verschiedenen Einrichtungen, unter anderem bei einem freien Träger in Friedrichstadt, zuletzt 16 Jahre lang im Bereich der Frühförderung und -beratung bei der Lebenshilfe Husum sowie ein Jahr als Leiterin des Käthe-Reiners-Kindergartens Husum unter der Trägerschaft der Lebenshilfe.

In der Olderuper Einrichtung gibt es 65 Kinder, aufgeteilt in fünf Gruppen, davon eine Krippen-Gruppe mit zehn, zwei Elementargruppen mit 22 und 21 sowie eine weitere mit zwölf Kindern zwischen zwei bis vier Jahren. Betreut wird von 7 bis 17 Uhr.

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