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Ehrung für Breklum : Kirchengemeinde ausgezeichnet

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Umweltpastor Jan Christensen verleiht den Nordfriesen im Namen der Nordkirche das Prädikat „Ökofaire Gemeinde“.

Einen besseren Anlass für die besondere und gleichzeitig erste Auszeichnung der Nordkirche dieser Art für die Kirchengemeinde Breklum, nämlich zur „Ökofairen Gemeinde“, als den Erntedanksonntag, hätte es nicht geben können. Umweltpastor Jan Christensen aus Hamburg fehlte allein die für Anbringung am Gemeindehaus „Lutherhof“ vorgesehene Plakette, weil sie nicht rechtzeitig fertig geworden war. „Das holen wir nach“, kündigte Christensen an. Auf jeden Fall freue er sich, dass er im Auftrag der Nordkirche zumindest einen „Gutschein“ für das Enblem an Tanja und Walter Kroplin, ehrenamtliche Leiter des Eine-Welt-Ladens, aushändigen könne. Beide seien die Motoren für die Anmeldung durch Pastor Simon Frömming im Einvernehmen mit dem Kirchengemeinderat gewesen.

Sehr schnell nach Bekanntwerden der neuen Aktion, initiiert von Brot für die Welt, den Diakonischen Werken, Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreisen Altholstein, Hamburg-West/Südholstein und Mecklenburg, der Infostelle Klimagerechtigkeit des Zentrums für Mission und Ökumene und dem Umweltbeauftragten der Nordkirche, habe sich die Gemeinde im Frühjahr angemeldet. Mit der Aktion sollen Gemeinden ermutigt werden, mit kreativen Ideen faire, ökologische und nachhaltige Aspekte in ihrem Kaufverhalten zu integrieren.

Die Kirche in Norddeutschland hatte im September 2015 mit dem Klimaschutzgesetz Maßnahmen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen und zu einem insgesamt nachhaltigen Verhalten beschlossen. „Sie leisten einen Beitrag zur Verbesserung der Arbeits- und Menschenrechte und zum Umwelt- und Klimaschutz, fördern nachhaltige Produktionsbedingungen und stärken somit kirchliche Glaubwürdigkeit. Fairer Handel ist Ihnen wichtig“, erklärte Christensen in seinen Grußworten. Es gebe, so der Umweltpastor weiter, nur eine Erde. Mit der Schöpfung müsse sensibel umgegangen werden, und das werde in der Gemeinde auch in vermeintlich kleinen Dingen getan. „Die Entscheidungen, welche Lebensmittel, Reinigungsmittel oder Büromaterialien eingekauft werden und woher der Strom bezogen wird, liegt Ihnen am Herzen.“

Diesmal hatten die Gemeindeglieder aus Högel den Altar geschmückt und die Erntegaben gestiftet, die anschließend für die Kranken mitgenommen werden durften. Die Erntekrone war von Margarethe Callsen gebunden worden.

Die Botschaft der Predigt des Seelsorgers lautete: „Teilen mit Anderen ist das Geheimnis und Aufgabe aller Menschen, um Not in vielen Ländern zu lindern.“ Er habe großen Respekt vor den Landwirten, denn sie sorgten nach wie vor seit eh und je für genügend Produkte. Umso mehr sei angesagt, auch sie fair zu behandeln. Er freue sich, dass im vergangenen Jahr beispielsweise der Milchpreis gestiegen sei. „Das macht unsere Arbeit wieder wertvoller“, bestätigte Landwirt Henning Jürgensen aus Högel. Er sei froh, dass immer noch junge Leute – 40 derzeit kreisweit an der Zahl –, ihre Ausbildung zum Landwirt machten. Der Berufsstand habe Zukunft. „Trotz vieler Niederschläge in diesem Jahr ist die Getreideernte gut geworden. Gott gibt das richtige Wetter und das Wachstum“, bekräftigte Landwirt Walter Knoop im Gottesdienst.

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