St. Peter-Ording : Kirche unter freiem Himmel

Viele Menschen kamen zum Eröffnungs-Gottesdienst am Karkenschipp.
Viele Menschen kamen zum Eröffnungs-Gottesdienst am Karkenschipp.

Am Strand von St. Peter-Ording kann man nicht nur den Körper, sondern auch den Glauben pflegen. Seit zehn Jahren geht dort im Sommer das Karkenschipp vor Anker.

shz.de von
25. Mai 2018, 11:00 Uhr

Zum Panorama des Ordinger Strandes gehört das Karkenschipp. Seit zehn Jahren, immer in den Sommermonaten geht es dort vor Anker. Regelmäßig werden auf dem Schiff Andachten, Gottesdienste und andere Veranstaltungen der Urlauberseelsorge St. Peter-Ording abgehalten, deren Motor Diakonin Andrea Streubier ist.

Gemeinde und Tourismus-Zentrale sowie die Kirchen haben das Vorhaben unterstützt. Auf dem Bauhof bauten die so genannten Holzbearbeitungs-Rentner das Karkenschipp mit seinen großen Bullaugen, Seilkletterrampe und Rutsche für die Kinder. Per Kran wurde es auf den Tieflader gehoben und an seinen Standort gebracht. Seitdem beginnt mit einem Open-Air-Pfingst-Gottesdienst sichtbar die Sommerzeit für die Ökumene. Immer finden sich dazu viele Menschen ein, besonders bei schönem Wetter. Viele kommen gezielt, andere eher zufällig, weil sie erst am Strand von dem Gottesdienst erfahren.

An der Gestaltung dieses heiteren Glaubensfestes beteiligten sich diesmal Andrea Streubier, Henrik Kloth und Kerstin Barez von der evangelischen Urlauberseelsorge, Pastorin Regine Boysen von der Kirchengemeinde St. Peter-Ording und Tating, Pfarrer Oliver Meik von der katholischen Kirchengemeinde St. Knud in Husum, zu der St. Ulrich gehört, Dr. Frank Hofmann vom Verein Andere Zeiten, Carsten Hokema aus Oldenburg von der Freikirchlichen Gemeinde und vom Projekt Ewig-Kite sowie Gerhard Martens von der Gesellschaft zur Förderung der Urlauberseelsorge St. Peter-Ording. Sechs Personen evangelischer und katholischer Konfession haben vor acht Jahren diesen Förderverein ins Leben gerufen, denn die damalige Nordelbische Kirche hatte die Finanzmittel für die Urlauberseelsorge erheblich gekürzt. So ein „Schiff“ braucht Pflege und muss jährlich nicht nur aufgebaut, sondern auch zum Winter wieder abgebaut werden. Dies, Reparaturen und besonders der Transport per Kran und Tieflader gehen ins Geld. Dafür steht seitdem der Verein. Für saisonale Mitarbeiter können außerdem Aufwandsentschädigungen vom Verein finanziert werden.

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