Kirche nach einem Bibelwort gebaut

Erzbischof Dr. Werner Thissen und Pfarrer Oliver Meik feierten das Jubiläum mit.  Foto: rah
Erzbischof Dr. Werner Thissen und Pfarrer Oliver Meik feierten das Jubiläum mit. Foto: rah

St. Paulus in Tönning bietet Katholiken seit 40 Jahren einen Ort der Besinnung / Zum Jubiläum Chronik erschienen

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17. Dezember 2012, 06:55 Uhr

Tönning | 40 Jahre gibt es nun schon die katholische Kirche St. Paulus in der Tönninger Badallee. Grund genug, das Ereignis zu feiern. Der zuständige Pastoralreferent Michael Wrage aus St. Peter-Ording freute sich über ein volles Gotteshaus. Er begrüßte neben vielen Gläubigen der Halbinsel Eiderstedt und Nachbargemeinden, Hamburgs Erzbischof Dr. Werner Thissen sowie den neuen Pfarrer, Oliver Meik aus Husum, der die Gemeinde seit Monatsanfang betreut. St. Paulus ist Filialkirche der Husumer Pfarrei St. Knud. Auch Pastorin Gisela Mester-Römmer von der evangelischen Kirchengemeinde St. Laurentius sowie Bürgervorsteher Hans-Joachim Teegen waren anwesend.

Feierliche Augenblicke erlebte die Gemeinde in der vom Erzbischof zelebrierten Heiligen Messe. Dabei wirkte der Nordstrander Kirchenchor mit Renate Empen sowie Kantor Gerhard Martens mit. Die zentrale Botschaft der Predigt lautete: "Freuet Euch." Grund zur Freude könne, so Dr. Thissen, jeder haben, weil seit vier Jahrzehnten Wort und Sakrament Gottes vor Ort in einer lebendigen Gemeinschaft verkündet werde. Jeder könne in dem nach außen durch seine achteckige Form wie ein Zelt wirkenden Gotteshaus Ruhe, Besinnung und Kraft finden. "Es ist angenehm, dass die ganze Gemeinde um den Altar versammelt ist. Der Architekt Karlheinz Bargholz hat das hervorragend gelöst. Mir tut es gut, ihnen so nahe zu sein", so der Erzbischof. Freude empfinde er auch, dass der neue Pfarrer da sei. Sieben Gemeinden habe er in einer der größten Pfarreien im Land zu betreuen. Es sei schön, dass auch seine Amtskollegin von der Evangelischen Kirche mitfeiere. "Ökumene ist wichtig, um uns immer mehr anzunähern", so Thissen. Die immer wieder gestellte Frage, wie es mit der Kirche weitergehe, beantworte er regelmäßig damit: "Je mehr sie die Kirche nutzen, um die Geheimnisse des Glaubens zu erfahren, und den Kontakt untereinander pflegen, umso sicherer ist sie."

Das seit 35 Jahren tätige Betreuerehepaar Angelika und Fritz Gebert hatte mit ehrenamtlichen Helfern den Empfang im Gemeindehaus vorbereitet. Tönnings Bürgervorsteher überbrachte Glückwünsche der Stadt, Pastorin Mester-Römmer von der benachbarten Kirchengemeinde. "Der erkrankte Architekt wünschte schriftlich allen Gläubigen ein weiteres geistiges Zuhause. Ein Bibelwort aus der Offenbarung Johannes habe ihn damals zur Form der Kirche inspiriert: "Seht, das Zelt Gottes unter den Menschen. Er wird in ihrer Mitte wohnen".

Viele schauten sich die kleine Ausstellung an. Sie gab Eindrücke vom Bau und wichtige Ereignisse in der Gemeinde wieder. Schließlich wurde die vom Gemeindekantor in Zusammenarbeit mit dem Pastoralreferenten aufgelegte Chronik vorgestellt. Zudem wird auch eine Postkarte der Kirche angeboten.

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