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Bredstedter Gotteshaus : Kirche erstrahlt in neuem Licht

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Seit Mitte Juni war die Bredstedter Kirche renoviert worden. Unter der Empore wurden dabei historische Ornamente entdeckt, die nun sichtbar sind. Am 13. September findet ein Gottesdienst zur Wieder-Einweihung statt.

shz.de von
erstellt am 13.Sep.2015 | 12:15 Uhr

Als Pastorin Wiltraud Schuchardt gerade mit Hausmeister Hartmut Giese und zwei Mitgliedern des Gemeinderats in der Kirche steht, um die fertiggestellten Renovierungsarbeiten zu begutachten, öffnet sich die Tür. „Das ist so schön geworden“, sagt die Frau, nachdem sie die Kirche betreten und den Innenraum einen Moment auf sich wirken gelassen hat. Vor mehr als 50 Jahren war sie hier konfirmiert worden, erzählt sie, nun sei sie zu Besuch in Bredstedt. Sie freue sich, wie sich der Innenraum jetzt so positiv verändert habe.

Seit Mitte Juni war das Innere der 505 Jahre alten Kirche komplett renoviert worden – finanziert wurde die insgesamt gut 150.000 Euro teure Maßnahme vor allem aus Nachlässen und Spenden sowie einem Zuschuss des Kirchenkreises und eigenen Rücklagen. Besonders die weiße Farbe an den Wänden sowie die von einer auf Kirchen spezialisierten Firma angebrachte Beleuchtung sorgen beim Betrachter für ein völlig neues Bild. 1963 war das Gebäude zum letzten Mal umfangreich renoviert worden – und seitdem auch nur stellenweise neu gestrichen worden. Der jetzige Unterschied ist deutlich zu erkennen.

Außerdem wurde die Lautsprecheranlage erneuert, der Deckel der Kanzel restauriert sowie eine Glocken- und Belüftungssteuerung installiert. Die Tafeln der Gefallenen aus dem Ersten Weltkrieg wurden von der Empore genommen, um sie künftig in die Ehrenhalle zu hängen, wo sich bereits die Tafeln der Gefallenen aus dem Zweiten Weltkrieg befinden. „Dort finden sie einen würdigen Rahmen“, sagt Gemeinderats-Mitglied Wolfgang Denß. Auch habe der Denkmalschutz, der die Renovierungsarbeiten begleitet hatte, diese Maßnahme begrüßt. Knapp 100 Jahre hatten sie den Eingangsbereich der Kirche bestimmt.

An der Außenseite der Empore sind nach dem Entfernen der Tafeln goldfarbene Ornamente aufgetaucht, die zwar bereits auf Kirchenfotos aus dem Jahr 1902 zu sehen waren – von denen man aber nicht wusste, dass sie sich auch noch heute dort befinden. Unter der Empore hängen jetzt die apokalyptischen Bilder, die in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts entstanden und in den 1980er Jahren im Altar wiederentdeckt worden waren.

Um die Wiedereinweihung der Kirche zu feiern, findet am Sonntag, 13. September, ab 10 Uhr ein Gottesdienst statt, in dem auch die neuen Konfirmanden begrüßt werden. Das Thema lautet passenderweise „Siehe, ich mache alles neu“.

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