zur Navigation springen
Husumer Nachrichten

21. August 2017 | 04:58 Uhr

Kirche bereitet wieder Sorgen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Süderstapels Gotteshaus weist nach Reparatur erneut Risse auf

Man war so gut wie unter sich bei der Versammlung der Kirchengemeinde Süderstapel, denn von den rund 2500 Mitgliedern hatten sich einschließlich der ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter gerade einmal 17 eingefunden. Pastorin Kerstin Jakobi selbst war erkrankt. Von grundsätzlich mangelndem Interesse kann aber nicht die Rede sein, denn egal was der Kirchengemeinderat an Vorhaben plant: Unterstützung gibt es immer von allen Seiten, sei es die Veranstaltung Kirche im Dorf, die im vergangenen Jahr in Norderstapel zusammen mit einem Fest der Vereine stattfand und hunderte von Besuchern beim Gottesdienst verzeichnete. Oder beim Gottesdienst an der Eider, der ähnliche Zahlen bei strahlendem Wetter aufwies und von Jahr zu Jahr mehr Taufen mit Eiderwasser verzeichnet. Mit solchen schon fast Event-Gottesdiensten spricht die Kirchengemeinde auch viele Jugendliche an. Bei denen ist aus den verschiedensten Gründen, von Schulpflichten bis zu einem überbordenden Freizeitangebot, nach der Konfirmation so gut wie Schluss. Die letzten Mitglieder der Jugendgruppe verabschiedeten sich mit dem Eintritt in Studium und Beruf, weil sie dann wegziehen. So konzentriert sich die Arbeit mehr auf den Bereich der örtlichen Grundschule, mit der es eine intensive und erfreuliche Zusammenarbeit gibt. Ein Dauerthema ist der Zustand der Kirche, die in jahrelanger Arbeit vor dem Verfall gerettet werden konnte. Die Stürme der vergangenen Jahre haben erhebliche, mittlerweile reparierte Schäden hinterlassen, das Mauerwerk zeigt aber in der Außenfassade schon wieder Risse, die noch näher untersucht werden müssen. Im Inneren wurde in einem weiteren Schritt die Kanzel restauriert, die wieder zu einem Blickfang geworden ist. Für das Pastorat wird zur Zeit ein Umbau geplant, der aber beim Denkmalschutz schon erhebliche Bedenken hervorrief.

Zum Erhalt dieser Infrastruktur wird nicht nur die Ausgangskollekte herangezogen, sondern auch um ein freiwilliges Kirchengeld gebeten. Dieses Mal hatte man aber dem vor Jahren ausgezeichneten Gemeindebrief keinen Überweisungsträger beigelegt und erhielt prompt nur ein Drittel der letztjährigen Spenden. Die Arbeitsersparnis hatte sich da nicht gelohnt.

Der Friedhofsausschuss kommt angesichts gestiegener Kosten um eine Erhöhung der seit 2006 unveränderten Gebühren nicht herum. Die Grabpflegekosten wurden schon mit den anderen beiden Stapelholmer Kirchengemeinden abgestimmt. Neu ist ein Gemeinschaftsurnenfeld, das neben einer von Sabine Boczkowski-Sigges geschaffenen Stele angelegt wurde. An der Säule können Namensplaketten befestigt werden, die an die hier beigesetzten Verstorbenen erinnern.

Im personellen Bereich fand sich für die ausgeschiedene Küsterin Ilona Hansen mit Bernd Wiese ein Nachfolger und als Helfer auf dem Friedhof übernahm Heino Temme die Atbeiten von Hans Laffrenzen. Versammlungsleiter Armin Jans schloss mit einem Dank an alle Mitarbeiter, Helfer und Unterstützer, ohne die auch eine Kirchengemeinde nicht rund läuft.

zur Startseite

von
erstellt am 02.Feb.2015 | 10:03 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen