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Ehrenamtler im Einsatz : Kinderkleiderladen ist gerettet

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Arbeiterwohlfahrt in Mildstedt arbeitet mit einem neuen dreiköpfigen Verkäuferteam. In Bredstedt musste der Shop geschlossen werden, der Laden in Mildstedt hat dagegen zwei Mal im Monat geöffnet.

shz.de von
erstellt am 25.Sep.2013 | 07:00 Uhr

Aufatmen in Mildstedt – es hat geklappt: Während der Awo-Kleiderladen in Bredstedt geschlossen werden musste, geht es in Mildstedt weiter. „Es stand auf der Kippe“, berichtete Vorsitzender Hans-Peter Henkens, „aber wir starten jetzt mit einem ganz neuen Team durch.“ Anlässlich des 30-jährigen Bestehens hatte der Awo-Chef auch gleich einen Schraubenzieher und ein neues Schild mitgebracht: Ab sofort gibt es nämlich neue Öffnungszeiten: Der Kinderkleiderladen ist jeweils am ersten und dritten Dienstag im Monat nachmittags von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Damit entfallen die bisherigen zusätzlichen Vormittagsstunden. „Dort wird für das Allgemeinwohl verkauft – und nicht kommerziell“, machte Henkens deutlich, „lediglich zehn Prozent behält die Awo, 90 Prozent gehen an diejenigen, die Kleidung, Spielsachen, Kinderwagen, Roller oder Spiele hierher bringen.“

Die drei neuen Mitarbeiterinnen Karen Iben, Tanja Stender und Birgit Wullenweber sind ehrenamtlich tätig. Wer nun etwas im Awo-Laden verkaufen möchte, kann die Waren während der üblichen Öffnungszeiten im Gebäude der Alten Schule im Schulweg (Seiteneingang beim evangelischen Kindergarten) abgeben.

Die Erfolgsgeschichte des Kinderkleiderladens begann 1983 mit einer Idee von Margrit Hinrichs, die mit Helferin Kirsten Schirmacher in der Altentagesstätte Am Bahnhof startete. Der Laden, der an jedem ersten Dienstag und Donnerstag im Monat geöffnet war, lief gut, bald mussten neue Räume her. Der damalige Bürgermeister und zugleich Awo-Vorsitzende Johannes Henkens ließ Räume in der Seniorenwohnanlage im Eekenweg herrichten. 1996 folgte der Umzug an den jetzigen Standort Alte Schule im Schulweg. Das Angebot umfasst Baby- und Kinderkleidung in den Größen 50 bis 158, Spielzeug, Babyzubehör, Kinderwagen, Roller, Fahrräder, Bücher und vieles mehr.

Bis zu 100 Kundinnen suchen an manchen Tagen in den Regalen und Kleiderständern nach dem Passenden für den eigenen Nachwuchs. „Der Bedarf von Familien mit geringem Einkommen, Familien mit vielen Kindern und Alleinerziehenden ist nach wie vor groß“, macht der Awo-Chef Henkens gemeinsam mit Vorstandsmitglied Harald Knoop deutlich, „und ein weiteres Engagement der Awo in diesem Bereich ist damit angezeigt.“

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