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Kirchenkreis mit im Boot : Kindergarten-Anbau wieder Thema

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Kirchenkreis Nordfriesland signalisiert der Breklumer Gemeindevertretung die erneute Bereitschaft, sich an den Kosten der Modernisierung zu beteiligen. Die angekündigten Zuschüsse in Höhe von 30 Prozent könnte die gesamte Deckung des Bauvorhabens ermöglichen.

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erstellt am 19.Mai.2014 | 17:30 Uhr

Vertrauliche Elterngespräche müssen in einem etwa 16 Quadratmeter großen Büro geführt werden – regelmäßige Störungen durch Telefonate oder Mitarbeiterinnen, die ihre wohlverdiente Pause machen, inklusive. Außerdem müssen die Angestellten persönliche Sachen im Büro deponieren, weil es keinen Schrank gebe. Aus Platzgründen findet zudem im Büro regelmäßig die Sprach-Förderung durch die Heilpädagogin auf dem Fußboden statt. „Seit 2012 warten die Mitarbeiterinnen und Eltern auf den Anbau. Es fehlt einfach ein Raum. Die pädagogische Arbeit leidet. Daher drängen wir auf den Ausbau“, appellieren die engagierten Mütter Christina Kinsky und Lena Bergenthum auf der Einwohnerfragestunde der Gemeindevertreter-Sitzung für den Evangelischen Kindergarten Breklum.

Bürgermeister Heinrich Bahnsen bezog Stellung, dass sowohl die Bauausschussmitglieder als auch die des Kirchengemeinderates das Bauvorhaben befürwortet hätten. Allerdings sei für den Start ein vom Kirchenkreis Nordfriesland angekündigter Förderbetrag von 30 Prozent entscheidend gewesen. Die Kommune hätte trotz Haushaltsdefizit von rund 540. 000 Euro den Löwenanteil abzüglich vereinbarter Kostenbeteiligungen der Gemeinde Sönnebüll und der Kirchengemeinde Breklum von jeweils fünf Prozent übernommen. Kurze Zeit später habe sich der Kirchenkreis aber aus dem Finanzierungsmodell herausgezogen. Der Gemeinderat habe dann zunächst das Projekt auf Eis gelegt. Es sollte zunächst das Ergebnis eines geplanten Workshops abgewartet werden. Die Bürger sollten mit bestimmen, welche Maßnahmen für das Dorf Priorität haben. Inzwischen, so Bahnsen, befasse sich der Kirchenkreis erneut mit dem Thema.

In den Haushalt der Kommune seien zunächst erst einmal 162. 000 Euro für die geplante Investition eingestellt worden. Sobald Nachricht von der Kirche vorliegt, werde das Gremium neu beraten. „Wir sind nicht in Verzug. Uns liegt daran, die kirchliche sowie kommunale Kindertagesstätte zu erhalten“, so Bahnsen.

Kirsten Heydecke-Friedel, Leiterin der Einrichtung, hofft, dass endlich was passiert und die Einrichtung nicht auf das Abstellgleis geschoben wird. Sie bestätigte die Aussagen der Mütter. Das kleine Büro ist praktisch zum Multifunktionsraum geworden, weil meine Kolleginnen und ich die Kinder und ihre Belange immer im Vordergrund sehen. Deshalb versuchen wir weiter das Beste für sie zu geben und zu improvisieren.“

Der Zustand sei seit 2012 immer wieder moniert worden, fast auch in jeder Kindergartenbeirats-Sitzung. Es könne nicht sein, dass intensive, ins persönliche gehende Elterngespräche ständig gestört werden, allein durch das Klingeln des Telefons oder dadurch, dass jemand gerade durch die Büro-Tür hereinschaut. „Es können auch mal Tränen fließen. Dass muss niemand mitbekommen“, so die Leiterin.

Seit 40 Jahren ist baulich nichts verändert worden. Außer das energetisch saniert wurde“, beklagt die engagierte Fachfrau. Die Kindertagesstätte sei die letzte im Amtsbereich Mittleres Nordfriesland, die noch nicht auf den neuesten Stand gebracht worden ist. Dabei gebe es ab August 23 Anmeldungen für die kirchliche Einrichtung. Ab Januar 2015 werden es 25 Kinder. Derzeit sind es 53 Kinder.





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