Mildstedt : Kindergärten: „Es muss etwas passieren“

Der Platz für Kindergarten-Kinder wird in Mildstedt knapp, die Wartelisten sind lang.
Foto:
Der Platz für Kindergarten-Kinder wird in Mildstedt knapp, die Wartelisten sind lang.

Beide Mildstedter Einrichtungen platzen aus allen Nähten. Darüber hinaus standen Umbesetzungen in den Gremien im Mittelpunkt der Gemeindevertreter-Sitzung.

shz.de von
04. Januar 2018, 13:00 Uhr

Gleich zu Beginn der jüngsten Gemeindevertreter-Sitzung in Mildstedt gab es einige Änderungen in punkto Gremien-Besetzung zu vermelden. Sabine Iwersen (SPD) wurde als neues Mitglied des Gemeinderates vereidigt. Sie tritt die Nachfolge von Torsten Johannsen an, der sein Mandat kurzfristig niedergelegt hatte. Einhergehend mit der Nachwahl gab es Umbesetzungen in den Ausschüssen: Iwersen rückt für Johannsen in den Schul- und Sportausschuss ein. Als bürgerliches Mitglied, das sie zuvor im Sozialausschuss gewesen ist, steht sie deshalb nicht mehr zur Verfügung. Diesen Platz nimmt Wiebke Christiansen (SPD) ein. Im Bau- und Planungsausschuss scheidet Uwe Holste (SPD) als bürgerliches Mitglied aus – dafür rückt Rolf Riebesell nach.

Dass in Sachen Kindertagesstätten etwas passieren muss, betonte Sozialausschussvorsitzender Hans-Peter Henkens (SPD) in seinem Bericht. „Beide Einrichtungen sind voll ausgelastet. Laut Leiter Karsten Ludwig gibt es im evangelischen Kindergarten eine Warteliste für 40 Kinder. Wir müssen in Zukunft etwas machen“, erklärte er.

Zur Nachfrage von Günter Jacobsen (FDP) nach dem Stand des Kita-Neubaus antwortete Bürgermeister Bernd Heiber (SPD), dass ein Anbau des evangelischen Kindergartens nicht in Frage käme. „Ein Anbau würde jedoch genehmigt. Allerdings müssten pro Kind zehn Quadratmeter Außenspielfläche nachgewiesen werden. „Die haben wir nicht.“ Zuständig für den Kindergarten und dessen Belange sei die Kirche. Eine Aufstockung des übervollen Gemeindekindergartens sei ebenfalls keine Option. Derzeit laufen Gespräche, wie man weiterverfahre.

Amtskämmerer Udo Ketels und die Finanzausschussvorsitzende Telse Jacobsen (CDU) trugen die Haushaltssatzung 2018 vor. Die sieht im Ergebnisplan Erträge von 6,191 Millionen Euro und Aufwendungen von 6,188 Millionen Euro vor. Der Jahresüberschuss beträgt immerhin 2900 Euro. In den Gemeindehaushalt 2018 wurden auch die Wünsche des Bauhofleiters Jörg Boysen aufgenommen – zum Preis von 120.000 Euro. 100.000 Euro sind für die Straßensanierung eingeplant. Bei der Gemeinde Mildstedt sind 51 Beschäftigte angestellt. Kommentar des Bürgermeisters nach einstimmiger Absegnung: „Kreis und Amt hätten Probleme, wenn sie Mildstedt nicht hätten. Wir haben die derzeitigen Steuersätze beibehalten. Ausdrücklich möchte ich auch hierauf hinweisen: Die Gemeinde zahlt 55 Prozent für die Kindertagesstätten. So also sieht die Drittel-Lösung aus.“

Die Oberflächenentwässerungsmaßnahmen des Deich- und Sielverbandes Eiderstedt finden derzeit noch im Langsteeven bis Einmündung Ahornweg statt. Auch durch die Wetterlage hat sich die Erschließung des neuen Baugebietes – 40 der 42 Bauplätze waren dort im Losverfahren vergeben worden – verzögert. Das hat zur Enttäuschung von Bauwilligen geführt, die in diesem Jahr noch mit dem Bauen beginnen wollten.

Ab August 2018 werden die Überlandbusse Ostenfeld-Husum-Schwabstedt im Zwei-Stunden-Takt fahren – und zwar montags bis freitags zwischen 6 und 19 Uhr sowie sonnabends und sonntags zwischen 8 und 19 Uhr. In schulfreien Zeiten wird ein Rufbus-System eingeführt. Einstimmig um ein weiteres Jahr verlängert wurde die Veränderungssperre mitten im Ort.

Für die Kommunalwahl am 6. Mai werden 30 Wahlhelfer benötigt. 19 davon stehen bereits fest. Wahllokale befinden sich in der Gemeinschaftsschule, in der Altentagesstätte und im Feuerwehrhaus.

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen