zur Navigation springen

180 kleine Architekten : Kinder planen Traumschulhof

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

180 Tönninger Grundschüler haben ihre Vorstellungen von einem Traumschulhof zu Papier gebracht. Jetzt hat ein Planerteam die Bilder gesichtet und will möglichst viele Wünsche der Kinder umsetzen.

Ein Projekt mit dem Arbeitstitel „Mein Traumschulhof“ begeistert derzeit nicht nur alle 180 Schüler der Grundschule mit Förderzentrumsteil der Stadt Tönning, sondern nicht minder Lehrer, Eltern, sowie Schulleiter Felix Müller-Veerse. Was dahinter steckt, erläuterte er. Schon lange liegt hinter dem Domizil eine geschützte, jedoch ungenutzte Rasenfläche von rund 220 Quadratmetern. Immer wieder hatten Kinder den Wunsch nach einem Areal mit Spielgeräten und mehr geäußert. „Wir hatten dann im Kollegium die Idee, dass dort künftig gut im Rahmen der Offenen Ganztagsschule ein Rückzugsort für betreute Schüler sowie Kinder aus dem Förderzentrumsteil geschaffen werden könnte. Der sollte aber ansonsten in den Pausen auch für alle sinnvoll nutzbar gemacht werden“, so der Rektor.

Doch wie konzipieren, das war die große Frage. Was lag da näher, als die Kinder in den Entscheidungsprozess mit einzubinden. Kurzerhand entwarfen die Lehrer einen Fragebogen, auf dem jeder ankreuzen durfte, was ihm wichtig erschien. Die meisten sprachen sich beispielsweise für eine überdachte Sitzecke, Installation von Tischen und Bänken, den Bau einer Spielhütte oder eines Baumhauses, viel Grün, Tierhotels für Vögel und Insekten oder einen Weidentipi aus. An Spielgeräten favorisierten die Schüler ein Klettergerüst oder eine -wand, einen Barfusspark, oder ein Karussell. Eine Seilbahn, Roller, Pedalos, Karts, ein Fußballplatz und Reckstangen standen ebenfalls ganz oben auf der Agenda.

„Danach starteten wir eine Malaktion, mit der alle ihre persönlichen Wünsche in Form von Zeichnungen oder Bildern darstellen sollten“, so der Schulleiter. Die Ergebnisse werden nun Grundlage für die Ausarbeitungen der eingesetzten Arbeitsgruppe. Sie besteht aus der Schulleitung, einigen Lehrern, Eltern, dem Hausmeister und Vertretern der Stadt Tönning. „Wir wollen hier gemeinsam etwas Sinnvolles und im Kostenrahmen bleibendes für unsere Kinder schaffen, vielleicht auch mit zusätzlicher Sponsorenhilfe“, so Müller-Veerse. Er hoffe und sei zuversichtlich, dass die Umsetzung spätestens nach den Sommerferien abgeschlossen sein wird.

Für die Mühe zeichnete der Schulleiter nun die besten Entwürfe aus. Die hatte eine aus der Lehrerschaft bestehende Jury zuvor herausgefiltert. Alle Bilder können übrigens an einer Stelltafel in der Schule bewundert werden. Kleine Geschenke für die Mühe bekamen die Erstplatzierten obendrauf. So gab es drei erste Plätze, dabei Jan-Marco Kruse, Frida Bonneß und Lotta Holkamp (alle Klasse 4 b), Maya Fuchs (4 b) Platz zwei, Celina Josephine Schubert (2 a) und Jan-Lucca Wittmack (1 b) jeweils Platz drei, Tjark Mahmens (4 b) Platz vier, Dinara Tepsaera (1 b) Platz fünf, Tuuli Tammen (4 a) und Lennox Clausen (2 b) jeweils Platz sechs, sowie Lenja Schwerdt (4 b) und Lena-Marie Jensen (3 b) je siebte Plätze.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen