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Workshop im Seilspringen : Kinder machen einen Sprung nach vorn

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ein Trainer der Deutschen Herzstiftung verhilft Schülern der dritten Klasse der Lüttschool in Drelsdorf zu mehr Ausdauer - seine Methode: Seilspringen. Schulen kommen kostenlos in den Genuss dieses Workshops.

Mit Spaß und Konzentration sind die Schüler der dritten Klasse der Grundschule in Drelsdorf ganz in ihrem Element. Sie üben sich unter fachkundiger Anleitung Seilspringen. „Ganz schön schwer“, bekundet Lea. Schließlich beschränken sich die Mädchen und Jungen nicht auf die klassischen Sprünge, sondern lernen weitere mehr Figuren dazu. Ob alleine oder zu Zweit, ob vorwärts, rückwärts oder seitwärts gesprungen wird, Erfolgserlebnisse werden sofort mit Jubel honoriert. Selbst die sonst eher fußballbegeisterten Jungen der Lüttschool Drelsdorf-Joldelund sind wissbegierig und setzen die Sprünge beinahe wie alte Hasen in der Turnhalle um.

Die etwas anderen Sportstunde läuft spielerisch ab. Für die Kinder ist neudeutsch Skipping Hearts, also Seilspringen, angesagt. Sport- und Klassenlehrerin Karina Petersen hat den Trainer Ronny Steinbrück aus Hamburg, derzeit für die Deutsche Herzstiftung bundesweit unterwegs, eingeladen.

„Ich habe gehört, dass Schulen kostenlos in den Genuss eines zweistündigen Workshops kommen können. Weil ich das Seilspringen wegen der Verbesserung von Motorik, Koordination und Ausdauer wichtig finde, habe ich angefragt und prompt eine Zusage erhalten“, berichtet die engagierte Pädagogin. „Wir wollen Schülern und Lehrkräften zeigen, wie einfach man ein Trainingsprogramm zur Stärkung von Herz und Kreislauf aufbauen kann und die Freude an der Bewegung vermitteln“, erläutert der Trainer.

Nebenbei soll auch das Interesse und die Freude am etwas verloren gegangenen Seilspringen geweckt werden. Laufen, Springen, Ballspielen gehöre, weiß der Experte, zum natürlichen Bewegungsdrang von Kindern. Doch er werde in der heutigen Zeit durch stundenlanges Sitzen am Computer oder den Wandel in der Schullandschaft mit ihren Aktivitäten bis in den Nachmittag hinein viel zu sehr unterdrückt. Sportunterricht käme ohnehin zu kurz. Kein Wunder also, dass Herzerkrankungen im Erwachsenenalter oft als Folge von Bewegungsmangel in der Kindheit vorprogrammiert werden. Übergewicht, bedingt durch schlechte Ernährung, sei ein Risiko für weitere Folgekrankheiten. Zufrieden ist der Trainer nach zwei Stunden Arbeit. „Habt Ihr gut gemacht“, lobt er.

Noch außer Puste verrät Schülerin Johanna: „Hat Spaß gemacht. Am schwersten fand ich, die Sprünge gleichmäßig zu machen.“ Die Sport- und Klassenlehrerin fasst zusammen: „Das hat den Kindern gut getan, auch mal von einem kompetenten Fachmann unterrichtet worden zu sein. Ich selbst konnte auch noch etwas lernen.“ Eines habe sie zudem beobachtet: Kinder die sonst motorisch nicht die geschicktesten sind, hätten im wahrsten Sinne des Wortes einen Sprung nach vorn gemacht. Info: www.skippinghearts.de.

















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