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Unberechtigte Kritik : Keine Sorge: Die Krokusblüte bleibt

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Für die Mitarbeiter des Kommunalen Service-Betriebs und Husums Bürgermeister Uwe Schmitz ist ein Ende des Blütenzaubers im Schlosspark nicht in Sicht. Die Zahl der Krokusse nimmt sogar zu, die Pflanzen breiten sich aus.

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erstellt am 08.Apr.2015 | 11:00 Uhr

Früher nannte ihn jeder den „Stadtgärtner“. Dann aber erhielt der städtische Bauhof den Namen Kommunaler Service-Betrieb Husum   (KSH) und wurde bei der Stadtwerke Abwasserentsorgung angedockt. Und aus Stadtgärtner Dirk Dibbern wurde neudeutsch ein „Teamleiter“. Dass er sich in jüngster Vergangenheit wieder mehr als Stadtgärtner gefühlt hat, dürfte mit der Kritik zusammenhängen, die Peter Cohrs als Vorsitzender der Werbegemeinschaft Husum im Nachgang zum Krokusblütenfest an der Pflege der Krokusblüte und des Schlossparks geübt hat (wir berichteten). Grund genug für Bürgermeister Uwe Schmitz, ein ohnehin anberaumtes Pressegespräch im Rathaus um just diesen Tagesordnungspunkt zu erweitern.

Da er selbst im Urlaub war, nahm Dibberns Teamleiter-Kollege Thomas Leißner die Gelegenheit zum Anlass, „ein paar Dinge zurechtzurücken“. Der Krokus sei eine winterharte Pflanze, die keiner besonderen Pflege bedürfe und trotzdem „ungefragt wiederkommt“, berichtete er. Im Allgemeinen reichten ein bisschen Dünger und ein entsprechender PH-Wert aus, um sie „bei Laune“ zu halten. Gedüngt würden die Pflanzen Jahr für Jahr, „alle drei Jahre lassen wir darüber hinaus den Boden untersuchen“. Danach werde dann entschieden, wie viel Kalk beziehungsweise Dünger, aber „auch welcher Dünger den Pflanzen zugesetzt wird. Damit ist alles getan, dass der Krokus wachsen kann“, versicherte Leißner. Außerdem werde im Normalfall vermieden, mit schwerem Gerät über die Rasenflächen zu fahren. „Vielmehr setzen wir eigens einen Mäher mit breiten Reifen ein, um den Bodendruck so gering wie möglich zu halten.“

Dieser Normalfall sei nach den verheerenden Stürm „Christian“ und „Xaver“ allerdings außer Kraft gesetzt worden, erinnerte Leißner an das Jahr 2013. Damals fielen im gesamten Schlosspark nicht weniger als 22 Großbäume um. „Und die konnten wir nur mit schwerem Gerät entfernen“, so Leißner. Die dazugehörigen Stubben hätten zum Teil Umfänge von mehreren Metern gehabt. Flächen, die aufgefüllt werden mussten. „Und wo so eine Stubbe war oder ein Baum gelegen hat, kann natürlich im Jahr danach kein Krokus wachsen“, erklärte Leißner und legte, um das Ausmaß der Verwüstung zu verdeutlichen, noch eine Schippe drauf: Der Stamm des Tannenbaums auf dem Weihnachtsmarkt hatte einen Umfang von 30 Zentimetern und wog 2,5 Tonnen. „Die Bäume im Schlosspark waren aber um ein Vielfaches größer und schwerer“, so Leißner.

Im Übrigen sei es schlicht unzutreffend, dass die Zahl der Krokusse zurückgehe, nahm er direkten Bezug auf Peter Cohrs. Tatsächlich würden die Krokusflächen an sich größer. „Die Pflanzen setzen sich sogar dort durch, wo Nutzungen erfolgen – wie auf der Alten Freiheit“, versicherte der Teamchef und prognostizierte, dass sich die Krokusblüte weiter in Richtung Osten ausbreiten werde. Und so freute sich am Ende auch Uwe Schmitz, „dass wir wohl nicht auf einen Tulpenprinzen umschwenken, sondern noch sehr lange Krokusblütenköniginnen krönen können“. Übrigens: Dass die Rasenflächen im Schlosspark nach der Blüte nicht gemäht würden, sei kein Ausdruck mangelnder Pflege, sondern gärtnerischer Fürsorge, so Leißner: „Weil die Krokusse auch nach der Blüte weiterwachsen und dabei nicht beeinträchtigt werden sollen.“

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