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Ehrung beim Sozialverband in Mildstedt : Keine Scheu vor Flüchtlingen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Sozialverbands-Vorsitzender Günter Prigge forderte in der Versammlung des Verbandes, auf Flüchtlinge zuzugehen. Er unterstrich, dass es in der Vergangenheit auch viele Flüchtlinge gegeben habe, die integriert wurden.

Zur großen Freude des Mildstedter Sozialverbands-Vorsitzenden Günter Prigge nahmen sehr viele Mitglieder an der Versammlung teil. Bürgermeister Bernd Heiber bedankte sich für das Engagement aller Ehrenamtler und wünschte sich, „dass sich noch mehr Menschen in einem Ehrenamt engagieren würden“. Pastor Peer Munske ging auf die Problematik der Flüchtlinge ein und mahnte „dass alle Bürger den aus Kriegsgebieten und großer Not geflüchteten Menschen mit mehr Gelassenheit und Offenheit begegnen sollten“.

Nach Kaffee und Kuchen bildete die Ehrung langjähriger Mitglieder einen Höhepunkt. Für 20-jährige Treue wurden Marianne Holst und Liselotte Langner mit Blumen und Urkunde geehrt; für 25 Jahre gab es Blumen, Urkunde und Anstecknadel aus der Hand vom Vorsitzenden Günter Prigge und des Vize Gerda Jacobs für Hannelore Liphardt, Heinz Liphardt, Heinrich Henkens und Kurt Formeseyn. Im weiteren Verlauf wurden Weihnachtslieder gesungen und lustige Gedichte und Geschichten vorgetragen.

Deutliche Worte sprach Günter Prigge: „Flucht und Vertreibung hat es auch schon früher gegeben – ich möchte an zwei Einzelschicksale erinnern: Theodor Storm lebte während der dänischen Besatzungszeit von 1853 bis 1864 im preußischen Exil in Potsdam und konnte erst dann nach Husum zurückkommen. Auch Herbert Ernst Karl Frahm – allen als Willy Brandt bekannt – lebte und wirkte von 1933 bis Kriegsende in Norwegen und kehrte erst 1949 nach Deutschland zurück. Diese Beispiele zeigen exemplarisch, dass Menschen, die geflüchtet sind, sich sobald es möglich ist, wieder der Heimat zuwenden. Ich bin davon überzeugt, dass die Furcht vor Überfremdung durch andere Kulturen völlig absurd ist und als Mittel zum Zweck von der rechtspopulistischen Klientel genutzt wird. Wir sollten unseren Gästen und vielleicht baldigen Mitbürgern offen und ohne Scheu begegnen.“

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